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	<title>Scheibster &#187; Scheibsters Shorties</title>
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		<title>Letzte Nacht, mit ohne Jopi Heesters (5)</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 15:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Du, Florian&#8221;, sagte ich zu meinem Freund Florian, der gedankenversunken an einer Tasse Tee nippte. &#8220;Ich hatte letzte Nacht so einen Traum. So einen wie die, in denen ich sonst immer Jopi Heesters gesehen habe.&#8221; &#8220;Hmm&#8221;, murmelte Florian, ohne seinen Blick von seiner Teetasse zu nehmen. &#8220;Aber dieses Mal war er nicht da. Dabei wollte ich ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Du, Florian&#8221;, sagte ich zu meinem Freund Florian, der gedankenversunken an einer Tasse Tee nippte. &#8220;Ich hatte letzte Nacht so einen Traum. So einen wie die, in denen ich sonst immer Jopi Heesters gesehen habe.&#8221;</p>
<p>&#8220;Hmm&#8221;, murmelte Florian, ohne seinen Blick von seiner Teetasse zu nehmen.</p>
<p>&#8220;Aber dieses Mal war er nicht da. Dabei wollte ich ihm von meinem Grundschulmusiklehrer erzählen und ihm meine neuen Schuhe zeigen. Ich habe auf ihn gewartet, bis kurz bevor ich aufgewacht bin. Aber er ist einfach nicht erschienen. Und das, obwohl sein weißer Schal über dem Barhocker neben mir lag. Da war ich ein bisschen traurig.&#8221;</p>
<p>&#8220;Vielleicht hatte er etwas Besseres zu tun&#8221;, mutmaßte mein Freund Florian und schaute mir das erste Mal an diesem Abend in die Augen. &#8220;Ganz ehrlich, ich mag deine Schuhe, aber was hätte Jopi dazu sagen sollen? Er ist doch mittlerweile schon völlig blind. Außerdem: Deine neuen Schuhe quietschen, wenn die Sohlen nass sind.&#8221;</p>
<p>&#8220;Am Ende hat er wirklich <a href="http://www.scheibster.de/2011/09/letzte-nacht-mit-jopi-heesters-4/">noch einmal ganz von vorne angefangen</a>. Irgendwo anders. Jedenfalls habe ich mir schließlich seinen weißen Schal genommen, mir angezogen und &#8216;Ich träume jede Nacht von Ihnen&#8217; gesungen.&#8221;, sagte ich und bestellte mir auch eine Tasse Tee. &#8220;Und das Letzte, an das ich mich erinnern kann, bevor ich aufwachte, war ein heiseres Lachen. So wie <a href="http://www.scheibster.de/2008/08/letzte-nacht-mit-jopi-heesters-2">damals, als Jopi darüber lachte, dass ich keine Schuhe anhatte</a>.&#8221;</p>
<p>&#8220;Weißt du&#8221;, sagte Florian und leerte seinen Tee, &#8220;Wenn deine neuen Schuhe mal nicht quietschen, sind sie echt nicht übel.&#8221;</p>
<p>&#8220;Jopi hätte sich bestimmt darüber gefreut.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, das hätte er.&#8221;</p>
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		<title>Ein Mann von Prinzipien</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2011/09/ein-mann-von-prinzipien/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 14:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Angus Axebite]]></category>
		<category><![CDATA[Fragmente zukünftiger Meisterwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Rattendrachen]]></category>
		<category><![CDATA[Zyklop]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses hier ist ein Beispiel für einen Inspirationsfunken, der mir im Kopf herumschwirrt. Daraus könnte ich sicherlich noch mehr machen. Tue ich vielleicht auch. Aber als erstes Buch ist eigentlich eins mit Gedichten dran. Sei&#8217;s drum. *************************************************** Heute ist wohl nicht mein Tag, seufzte Angus Axebite in sich hinein. Erst der Zwischenfall mit der verrückten Priesterin am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieses hier ist ein Beispiel für einen Inspirationsfunken, der mir im Kopf herumschwirrt. Daraus könnte ich sicherlich noch mehr machen. Tue ich vielleicht auch. Aber als erstes Buch ist eigentlich eins mit Gedichten dran. Sei&#8217;s drum.</em></p>
<p>***************************************************</p>
<p>Heute ist wohl nicht mein Tag, seufzte Angus Axebite in sich hinein. Erst der Zwischenfall mit der verrückten Priesterin am Morgen, und jetzt das. Nicht einmal mehr in Ruhe Pinkeln konnte er. Zwischen dem erwählten Gebüsch und seinem an die Satteltasche seines Pferdes gebundenen Schwert waren etwa dreieinhalb Schritte zu viel. Und dreieinhalb* Gestalten. Um ihn herum. Zweieinhalb davon mit Armbrüsten. Und der Dritte&#8230;</p>
<p>&#8220;Ihr habt Glück&#8221;, sagte der Zyklop und schlenderte an Angus vorbei, bis er hinter ihm stand. &#8220;Ich bin ein Mann von Prinzipien. Ich nehme nur von den Toten.&#8221;</p>
<p>Von denen gibt es reichlich in den letzten Wochen, dachte Angus, und der Wind strich ihm sanft über die Finger seiner erhobenen Hände. Und wenn ich dich wiedersehen sollte, gehörst du dazu. Das ist ein verdammtes Versprechen.</p>
<p>Der Zyklop war eigentlich kein Zyklop, sondern nur ein Streuner mit einer schwarzen Augenklappe aus Leder. Als er sich hinter Angus stellte, wurde klar, dass er &#8211; ganz in Harmonie mit dem Rest seiner Erscheinung - keinen gesteigerten Wert auf Mundhygiene zu legen schien.</p>
<p>&#8220;Ich bin einfallsreich darin, dafür zu sorgen, dass ich mich an meine Prinzipien halte&#8221;, flüsterte er Angus halblaut ins Ohr.</p>
<p>Dann spürte er den stechenden Schmerz einer rostigen Klinge, die sich zwischen seine Rippen bohrte. Angus fiel vorne über auf den steinigen Boden. Während die Welt um ihn schwärzer und unwirklicher wurde, spürte er die Wärme seines eigenen Blutes, das sich unter ihm sammelte. Angus fühlte seine Wut, als der Zyklop sich einfach nahm, was er bei sich hatte. Wasser. Proviant. Die letzten Kupfermünzen. Das seltsame magische Kristalldings, von dem er ahnte, dass es irgendwann noch einmal einen Sinn haben würde, und das er mangels Kenntnis seines wahren Namens einfach &#8220;verfluchtes Stück Zaubererschrott&#8221; getauft hatte.</p>
<p>&#8220;Was schleppst du denn mit dir herum, Glückspilz?&#8221;, schnarrte der Zyklop vor sich hin, während er sich seinen Beutel vollstopfte. Dann wandte er sich zum Gehen und verschwand mit den anderen zweieinhalb Gestalten im Zwielicht der heranbrechenden Nacht. &#8220;Wir sehen uns! Naja, vielleicht auch nicht&#8221;, rief er Angus mit einem zufriedenen Lächeln noch zu.</p>
<p>Rattendrachen hatten sich um Angus versammelt. Zwei tranken von seiner Blutpfütze am Boden, ein dritter biss ihn in die Nase. Verzieht euch, ihr verdammten Biester, dachte er, bevor ihn die Schwärze endgültig umgab.</p>
<p>&#8212;&#8212;</p>
<p>&#8220;Angus, Angus, Angus. Was soll ich bloß mit dir machen?&#8221; Die verrückte Priesterin schüttelte ihren Kopf, wobei ihre rabenschwarzen Locken einen eigenwilligen Tanz vollführten.</p>
<p>Angus öffnete seine Augen.</p>
<p>_________________<br />
<span style="font-size: 85%;">*Bei der halben Gestalt handelte es sich um einen Zwerg namens Hapo. Hapo leitete sich her aus &#8220;halber Portion&#8221; und dem eher simplen Humor von Hapos Kumpanen. Hapo fand das eher nicht komisch, aber ihn fragte ja nie jemand. Das hatte schon bei seinen Eltern angefangen, die ihn eigentlich Rockhead getauft hatten. Wenigstens hatte er mittlerweile herausgefunden, dass ein Zwerg, der eine gespannte Armbrust in den Händen hält, stets eine gewisse respektvolle Aufmerksamkeit von seiner Umgebung erfuhr. Er hatte schon versucht, mit seinen Kumpanen darüber zu reden, bisher erfolglos. Hapo führte diese Erfolglosigkeit darauf zurück, dass sie auch Armbrüste besaßen und sich sein Aufmerksamkeitsvorteil so ausglich. Irgendwann würde er ihnen ihre blöden Armbrüste klauen, und dann wurden auch sie ihm zuhören. So viel war sicher.</span></p>
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		<title>Letzte Nacht, mit Jopi Heesters (4)</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2011/09/letzte-nacht-mit-jopi-heesters-4/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 15:57:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Altersleiden]]></category>
		<category><![CDATA[Erdnüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Jopi Heesters]]></category>
		<category><![CDATA[Musiklehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Du, Florian&#8221;, sagte ich zu meinem Freund Florian, der gerade genüsslich in einer Schüssel gesalzener Erdnüsse wühlte, &#8220;Weißt du noch, vor einer Weile, da hatte ich so seltsame Träume&#8230;&#8221; Florian schaute von der Schüssel auf und zu mir. &#8220;Ja, mit Jopi Heesters&#8221;, nuschelte er zwischen den Erdnussstückchen in seinem Mund hindurch. &#8220;Letzte Nacht, nach langer Zeit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Du, Florian&#8221;, sagte ich zu meinem Freund Florian, der gerade genüsslich in einer Schüssel gesalzener Erdnüsse wühlte, &#8220;Weißt du noch, vor einer Weile, da hatte ich so seltsame Träume&#8230;&#8221;</p>
<p>Florian schaute von der Schüssel auf und zu mir. &#8220;Ja, mit Jopi Heesters&#8221;, nuschelte er zwischen den Erdnussstückchen in seinem Mund hindurch.</p>
<p>&#8220;Letzte Nacht, nach langer Zeit, habe ich wieder von ihm geträumt&#8221;, erzählte ich. &#8220;Er begrüßte mich überschwänglich. Offenbar hat er mich wiedererkannt, trotz seines biblischen Alters.&#8221;</p>
<p>Florian hob ungläubig eine Augenbraue. &#8220;Ich glaube, der hat geblufft. Das macht mein Opa auch immer so, wenn er jemanden trifft, ganz gleich ob er weiß, wer der Typ ist. Oder die Frau. Das macht er auch bei Leuten, die er noch nie getroffen hat, nur um sicher zu gehen. Wie neulich den polnischen Stromableser von den Stadtwerken.&#8221;</p>
<p>&#8220;Also, ich glaube trotzdem, dass er mich wiedererkannt hat. Er schaute nämlich zuerst auf meine Füße. Dann bestellte er eine Kanne Nierentee und sagte, dass er noch mal ganz von vorne anfangen will.&#8221;</p>
<p>&#8220;So mit neuem Beruf und so?&#8221; fragte Florian.</p>
<p>&#8220;Noch weiter vorne. Mit einer anderen Grundschule. Er sagte, er fand seinen Musiklehrer in Holland damals total doof, und der hätte ihm fast seine Karriere versaut. Jetzt wollte er sich eine andere Grundschule suchen. Das hätte sein alter Musiklehrer dann davon.&#8221;</p>
<p>&#8220;Letzte Woche hat mein Opa <em>meinen</em> alten Musiklehrer getroffen und ihn freudestrahlend umarmt&#8221;, erwiderte Florian und schaute sich nach einer neuen Schüssel mit Erdnüssen um. &#8220;Obwohl er ihn gar nicht kannte. Aber Nierentee mag er auch, mein Opa.&#8221;</p>
<p>Ich nickte zustimmend und fragte mich, was wohl aus Florian geworden wäre, wenn er Jopis alten Musiklehrer in der Schule gehabt hätte.</p>
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		<title>Ein Gemächt wie ein Elefant</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2009/04/ein-gemacht-wie-ein-elefant/</link>
		<comments>http://www.scheibster.de/2009/04/ein-gemacht-wie-ein-elefant/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 22:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Elefant]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gemächt]]></category>
		<category><![CDATA[Herrentoilette]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Hey, schöner Mann, wie heißt du?&#8221; hauchte Pussycat Molly mit dazugehörigem Schmollmund und laszivem Blick von hinter der Theke. &#8220;Elephant Jack, Ma&#8217;am&#8221;, sagte Elephant Jack von vor der Theke und zwinkerte Pussycat Molly verschwörerisch zu. &#8220;Hast du denn auch ein Gemächt wie ein Elefant?&#8221; fragte Pussycat Molly mit gespielt kindlicher Neugier. Eigentlich hieß Elephant Jack [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Hey, schöner Mann, wie heißt du?&#8221; hauchte Pussycat Molly mit dazugehörigem Schmollmund und laszivem Blick von hinter der Theke.</p>
<p>&#8220;Elephant Jack, Ma&#8217;am&#8221;, sagte Elephant Jack von vor der Theke und zwinkerte Pussycat Molly verschwörerisch zu.</p>
<p>&#8220;Hast du denn auch ein Gemächt wie ein Elefant?&#8221; fragte Pussycat Molly mit gespielt kindlicher Neugier.</p>
<p>Eigentlich hieß Elephant Jack Elephant Jack, weil er das Gedächtnis eines Elefanten hatte. Aber er erinnerte sich noch an die Worte seines alten Freundes Jingle Joey, wonach Pussycat Molly nie gut in Biologie gewesen war und deswegen wahrscheinlich gar nicht genau über die Ausstattung eines Elefanten Bescheid wissen konnte.</p>
<p>&#8220;Wie ein Elefant. Wollen Sie es sehen, Ma&#8217;am?&#8221; bot Elephant Jack an und verschwand kurz darauf mit der Bardame auf der Herrentoilette, um dort unter anderem perfekt das Geräusch eines brünftigen afrikanischen Elefantenbullen zu imitieren.</p>
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		<title>Letzte Nacht, mit Jopi Heesters (3)</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2008/08/letzte-nacht-mit-jopi-heesters-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 15:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die gotische Kathedrale auf meiner Stirn]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Altersleiden]]></category>
		<category><![CDATA[Bärbel]]></category>
		<category><![CDATA[Cosma Shiva Hagen]]></category>
		<category><![CDATA[Jopi Heesters]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>
		<category><![CDATA[Simone Rethel]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Und, hattest du wieder einen deiner schrägen Träume letzte Nacht, mit Jopi Heesters?&#8221; fragte mein Kumpel Florian. &#8220;Nun, ja und nein&#8221;, sagte ich mit leicht peinlich berührtem Gesichtsausdruck. &#8220;Ich war wieder in dieser Cocktailbar, und stell&#8217; dir vor, dieses Mal hatte ich meine Schuhe an. Offenbar hatte es geholfen, meine Filzpantoffeln anzubehalten, als ich ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Und, hattest du wieder einen deiner <a href="http://www.scheibster.de/2008/08/letzte-nacht-mit-jopi-heesters/" target="_blank">schrägen Träume letzte Nacht, mit Jopi Heesters</a>?&#8221; fragte mein Kumpel Florian.</p>
<p>&#8220;Nun, ja und nein&#8221;, sagte ich mit leicht peinlich berührtem Gesichtsausdruck. &#8220;Ich war wieder in dieser Cocktailbar, und stell&#8217; dir vor, dieses Mal hatte ich meine Schuhe an. Offenbar hatte es geholfen, meine Filzpantoffeln anzubehalten, als ich ins Bett ging.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ha!&#8221; sagte Florian und grinste breit. &#8220;Dann hatte Jopi <a href="http://www.scheibster.de/2008/08/letzte-nacht-mit-jopi-heesters-2/" target="_self">keinen Grund mehr zu lachen</a>.&#8221;</p>
<p>&#8220;Jopi hat auch nicht gelacht. Er hat nicht mal das Gesicht verzogen. Das lag aber vor allem daran, dass er dieses Mal gar nicht da war&#8221;, sagte ich niedergeschlagen. &#8220;Dafür saß Simone Rethel an der Theke und erzählte mir, sie wolle sich das nächste Mal einen reiferen Kerl suchen, der sich nicht bei nächster Gelegenheit Cosma Shiva Hagen um den Hals wirft, oder irgendeiner Bärbel.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich kannte auch mal eine Bärbel, aber die war dicker&#8221;, sagte Florian.</p>
<p>&#8220;Die kannte ich auch&#8221;, rief ich voller Freude. &#8220;Die mochte meine Schuhe immer sehr, aber irgendwann haben wir uns aus den Augen verloren.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wahrscheinlich hat Jopi den Weg in die Cocktailbar einfach nicht mehr gefunden. Er sieht ja nicht mehr so gut&#8221;, erwiderte Florian.</p>
<p>Ich nickte zustimmend und betrachtete den Rest des Abends meine Schuhe, die ich auch sehr mochte, und dachte an Bärbel, und was sie wohl gerade machte.</p>
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		<title>Letzte Nacht, mit Jopi Heesters (2)</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2008/08/letzte-nacht-mit-jopi-heesters-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 09:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die gotische Kathedrale auf meiner Stirn]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Altersleiden]]></category>
		<category><![CDATA[Cosma Shiva Hagen]]></category>
		<category><![CDATA[Gebiss]]></category>
		<category><![CDATA[Jopi Heesters]]></category>
		<category><![CDATA[Schnaps]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich habe schon wieder so einen Traum gehabt letzte Nacht, mit Jopi Heesters.&#8221; Mein Kumpel Florian schaute mich ungläubig an. &#8220;Und, hatte er dieses Mal Schuhe an?&#8221; fragte er. &#8220;Ich glaube schon&#8221;, sagte ich. &#8220;Wir waren wieder in der gleichen Cocktailbar. Ich wollte von ihm wissen, wie es mit Cosma läuft, und ob er sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich habe <a href="http://www.scheibster.de/2008/08/letzte-nacht-mit-jopi-heesters/" target="_self">schon wieder so einen Traum</a> gehabt letzte Nacht, mit Jopi Heesters.&#8221;</p>
<p>Mein Kumpel Florian schaute mich ungläubig an. &#8220;Und, hatte er dieses Mal Schuhe an?&#8221; fragte er.</p>
<p>&#8220;Ich glaube schon&#8221;, sagte ich. &#8220;Wir waren wieder in der gleichen Cocktailbar. Ich wollte von ihm wissen, wie es mit Cosma läuft, und ob er sie in fünfundzwanzig Jahren dann auch verlassen wolle, wenn sie ihm zu alt sei.&#8221;</p>
<p>Florian nippte an seinem Bier. &#8220;Und, was hat er gesagt?&#8221;</p>
<p>&#8220;Er hat gelacht, und zwar ziemlich lange. Dann hat er etwas gesagt, aber ich habe ihn nicht verstanden&#8221;, erwiderte ich und nahm auch einen Schluck. &#8220;Sein Gebiss war ihm beim Lachen ins Glas gefallen. Dann sprang er auf die Theke und sang &#8216;Liebling, was wird nun aus uns beiden&#8217;.&#8221;</p>
<p>&#8220;Das konnte man doch wohl auch nicht verstehen&#8221;, wand Florian ganz richtig ein. &#8220;Außerdem hat der Kerl bestimmt kein Wasser getrunken, sondern Schnaps oder so. Der ist nämlich nicht gut für die Gebisshaftcreme.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich glaube, Jopi hat so gelacht, weil ich wieder keine Schuhe anhatte, er aber schon&#8221;, murmelte ich vor mich hin und starrte in die Abendsonne.</p>
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		<title>Letzte Nacht, mit Jopi Heesters</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2008/08/letzte-nacht-mit-jopi-heesters/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 12:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die gotische Kathedrale auf meiner Stirn]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Altersleiden]]></category>
		<category><![CDATA[Caipirinha]]></category>
		<category><![CDATA[Cosma Shiva Hagen]]></category>
		<category><![CDATA[Jopi Heesters]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>
		<category><![CDATA[Simone Rethel]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich hatte einen seltsamen Traum letzte Nacht, mit Jopi Heesters&#8220;, sagte ich zu meinem Kumpel Florian. &#8220;Ich saß mit ihm in einer Cocktailbar. Er trank aber nur Wasser.&#8221; &#8220;Das ist aber nicht so seltsam. Vielleicht verträgt er keinen Alkohol?&#8221; entgegnete Florian. &#8220;Mag sein. Jedenfalls hatte er keine Schuhe an. Ich aber auch nicht. Und dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich hatte einen seltsamen Traum letzte Nacht, mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jopi_Heesters" target="_blank">Jopi Heesters</a>&#8220;, sagte ich zu meinem Kumpel Florian. &#8220;Ich saß mit ihm in einer Cocktailbar. Er trank aber nur Wasser.&#8221;</p>
<p>&#8220;Das ist aber nicht so seltsam. Vielleicht verträgt er keinen Alkohol?&#8221; entgegnete Florian.</p>
<p>&#8220;Mag sein. Jedenfalls hatte er keine Schuhe an. Ich aber auch nicht. Und dann sagte er mir, dass er sich von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Simone_Rethel" target="_blank">Simone Rethel</a> scheiden lassen wolle, weil sie ihm zu alt sei. Er habe derzeit eine Affäre mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cosma_Shiva_Hagen" target="_blank">Cosma Shiva Hagen</a> und wolle sie nächstes Jahr heiraten, wenn die Scheidung durch ist.&#8221;</p>
<p>&#8220;Jopi hat bestimmt nicht gemerkt, dass er keine Schuhe anhatte, weil er nicht mehr so gut sieht&#8221;, mutmaßte mein Kumpel Florian, und ich fand seine Erklärung gut.</p>
<p>&#8220;Aber warum hatte ich dann auch keine an?&#8221; fragte ich und grübelte den Rest des Abends darüber nach, während Florian einen Caipirinha nach dem anderen herunterkippte.</p>
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		<title>Robert, der heimliche Torschützenkönig</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 16:53:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtsspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentor]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Staatsoper]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem überirdischen Fallrückzieher und einem speichelreich laut gedachten &#8220;Bamm!&#8221; zirkelte Robert, der heimliche Torschützenkönig der Kreisoberliga, das schwarzweiße Rundleder zwischen die Pfosten. Er landete dabei unsanft auf seinem Rücken, doch der Jubel, der ob seines kühnen Treffers aus den Rängen schallte, entschädigte ihn einfach für alles. Ein paar wenige Buhrufe waren zu hören, doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem überirdischen Fallrückzieher und einem speichelreich laut gedachten &#8220;Bamm!&#8221; zirkelte Robert, der heimliche Torschützenkönig der Kreisoberliga, das schwarzweiße Rundleder zwischen die Pfosten. Er landete dabei unsanft auf seinem Rücken, doch der Jubel, der ob seines kühnen Treffers aus den Rängen schallte, entschädigte ihn einfach für alles.</p>
<p>Ein paar wenige Buhrufe waren zu hören, doch die erhobenen Daumen, die einige Feldspieler Robert zeigten, ließen ihn das ignorieren. Und nicht nur das: Robert hätte auch um Haaresbreite seine Auswechslung verpasst.</p>
<p>Mit dem ungläubigen Gesichtsausdruck eines Schornsteinfegers, der gerade ein Nashorn auf einem Fahrrad hatte vorbeifliegen sehen, schlurfte Robert, der heimliche Torschützenkönig der Kreisoberliga, auf seinen Trainer zu.</p>
<p>&#8220;Warum wechselst du mich jetzt aus, im Moment meines Triumphes, und lässt den Einbeinigen Florian* spielen?&#8221;, fragte Robert empört. &#8220;Das war mein dreißigstes Tor diese Saison! Sieh&#8217; nur, wie die Leute jubeln!&#8221;</p>
<p>Der Trainer jedoch schickte Robert unbeirrt auf die Bank, nicht ohne kräftig dabei zu fluchen und darauf hinzuweisen, dass es schlecht sei, bei einem Auswärtsspiel von der Mehrzahl der Zuschauer und den gegnerischen Feldspielern applaudiert zu bekommen, und dass dieses dreißigste Tor der Saison gleichzeitig sein verdammtnochmal fünfundzwanzigstes Eigentor gewesen sei, und dass er froh sein könne, dass Johnny Trittfest vom FC Dingsda gekauft worden sei, und die Vollidioten in Roberts Verein das für Johnny geplante Budget lieber in eine Stadionpommesbude und ihn, Robert, den heimlichen Torschützenkönig der Kreisoberliga, investiert hatten.</p>
<p>Robert, der heimliche Torschützenkönig der Kreisoberliga, winkte den Zuschauern auf der Haupttribüne zu und setzte sich traurig auf die Ersatzbank. Während der Einbeinige Florian ein Kopfballtor nach dem anderen schoss, dachte Robert sehnsüchtig an jene glanzvollen Zeiten, als er noch von einer Karriere als Konzertpianist und Mezzosopran an der Wiener Staatsoper träumte.</p>
<p>____________________________<br />
<span style="font-size: 85%;">* Der Einbeinige Florian hatte zwei bestens funktionierende, gesunde Beine, zog es jedoch vor, sich immer nur auf dem rechten fortzubewegen, und das linke hinter seinem Hintern hochzuhalten. Er verstand das als einen Teil seiner Altersvorsorge, schließlich würde er später ein unbenutztes, nahezu neuwertiges linkes Bein zur Verfügung haben. Und entgegen dessen, was Sie gerade denken, war der Einbeinige Florian durchaus in der Lage, Fußball zu spielen, auch wenn er den Ball am liebsten mit seinem Kopf annahm und oft auf seinen Händen lief.</span></p>
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		<title>Besuch der alten Dame</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 11:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibster schwafelt]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Nauheim]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ringo]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergangenes Wochenende, schönestes Wetter: Zeit, meine verdeckstrippende Rakete Ringo mit dem Lackstift noch etwas für den Sommer aufzuhübschen. Noch während ich am Pinseln bin, wackelt eine nette alte Dame den Bürgersteig entlang und bleibt auf meiner Höhe stehen. Sie entschuldigt sich, dass sie mich bei meinen Lackarbeiten stört, und fragt mich, ob ich weiß, wen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangenes Wochenende, schönestes Wetter: Zeit, meine verdeckstrippende Rakete <a href="http://www.scheibster.de/2008/02/maybe-you-can-drive-my-car/" target="_self">Ringo</a> mit dem Lackstift noch etwas für den Sommer aufzuhübschen.</p>
<p>Noch während ich am Pinseln bin, wackelt eine nette alte Dame den Bürgersteig entlang und bleibt auf meiner Höhe stehen. Sie entschuldigt sich, dass sie mich bei meinen Lackarbeiten stört, und fragt mich, ob ich weiß, wen sie ansprechen könne, wenn sie eine kleine Wohnung suche. So etwa vierzig Quadratmeter. Sie habe eine Eigentumswohnung mit sechzig Quadratmetern, von der sie sich aber gerne trennen würde.</p>
<p>Ich sage ihr, dass ich meine Wohnung im Internet gefunden und zudem und leider keinen blassen Schimmer habe, wen sie ansprechen könnte.</p>
<p>Nach einer höflichen Verabschiedung hätte das Gespräch an dieser Stelle enden können. Genaugenommen hat das Gespräch an dieser Stelle auch geendet, denn was folgt, ist ein Monolog der netten alten Dame, die, so wie sich herausstellt, keine Ahnung von Computern im Allgemeinen und dem Internet im Besonderen hat, von ihrem Mann, einem ehemaligen, offenbar alkoholabhängigen und bereits verstorbenen Professor geschieden wurde, weil er ihr irgendwann eine Assistentin vorzog, sie aber keine neue Beziehung mehr gesucht hat, weil Frauen es ja viel schwerer bei so etwas haben. Männer seien da schneller. Und sie habe das auch nicht gewollt. Ihre Söhne hätten ihr genug Kraft gegeben, leider sei einer von Ihnen mit neunzehn verstorben, kurz nachdem er zum Vater gezogen sei, der ihn ohnehin nur zum Gärtner seines Gartens hätte machen wollen. Der andere Sohn lebe mit seiner Frau und Kind in Paris, aber sie könne es sich kaum leisten, oft dort hinzufahren. Außerdem wolle sie sich ja nicht aufdrängen. Als sie einmal da war, war das Kind krank, und sie kannte sich in Paris ja auch gar nicht aus, deswegen sei sie auch am nächsten Tag wieder abgereist.</p>
<p>&#8220;Ja, richtig&#8221;, und &#8220;Hmmm&#8221;, werfe ich immer wieder ein, seit ich mich nach den ersten fünf Minuten Vortrag wieder der Lackausbesserung zugewandt habe. Ihre Lebensgeschichte, die sie mir so vollkommen ungefragt erzählt, interessiert mich kein Stück. Doch ich habe keine gute Ausrede zur Flucht, und ihr offen sagen, dass sie mir egal ist, bringe ich irgendwie nicht übers Herz.</p>
<p>Ich beginne, zu begreifen, warum sie mir das alles erzählt. Und spätestens, als sie erwähnt, dass sie im Grunde genommen am Rande der Gesellschaft steht, wird mir klar, dass sie einfach <em>niemanden</em> hat, mit dem sie kommunizieren und ihre Sorgen, alltäglich oder nicht, teilen kann. Sie tut mir leid, und ich bin froh, als sie schließlich wieder auf ihre Wohnungssuche zu sprechen kommt, und mir einfällt, sie auf die Telefonnummer meiner Hausverwaltung hinzuweisen.</p>
<p>Sie notiert die Nummer und bedankt sich. Wir wünschen uns gegenseitig noch einen schönen Tag, und ich freue mich ein wenig auf den Rest meiner Lackierarbeiten ohne Zwangsbeschallung.</p>
<p>Doch auch als sie schon eine Weile weg ist, spukt sie mir noch im Kopf herum. Dass sie aus Bad Nauheim einfach nicht wegkomme, obwohl sie eigentlich wollte. Dass ich freiwillig und gerne dort bin, und wie lange das wohl noch so bleiben mag.</p>
<p>Und ob mich dereinst ein ähnliches Schicksal ereilen wird.</p>
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		<title>Traum und Schatten</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 08:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Männerträume]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Nauheim]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Party]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich* traf sie vor einigen Jahren in einer kleinen Cocktailbar in meiner kleinen Stadt. Oder vielmehr: Sie traf mich. Erkannt hätte ich sie auf den ersten Blick nicht mehr. &#8220;Hi, I&#8217;m Martina!** Do you remember me?&#8221; Ob ich sie noch aus der Schule kenne, fragt sie mich. Ihr Deutsch habe sie ja so sehr verlernt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich* traf sie vor einigen Jahren in einer kleinen Cocktailbar in meiner kleinen Stadt. Oder vielmehr: Sie traf mich. Erkannt hätte ich sie auf den ersten Blick nicht mehr.</p>
<p>&#8220;Hi, I&#8217;m Martina!** Do you remember me?&#8221;</p>
<p>Ob ich sie noch aus der Schule kenne, fragt sie mich. Ihr Deutsch habe sie ja so sehr verlernt in den ganzen Jahren.</p>
<p>Selbstverständlich erinnere ich mich. Martina. Was war ich verknallt in sie, damals, in der sechsten Klasse. Lutscher und Karamelbonbons vom Bahnhofskiosk habe ich ihr mitgebracht. Meine erhoffte Wirkung hatte das nicht. Trotzdem war ich traurig, als sie die Schule verließ. Warum sie ging, habe ich vergessen.</p>
<p>Ihre Eltern trieben sie damals sehr an. Ein erfolgreiches Model sollte sie werden, und anfangs, ja, anfangs sah es so aus, als würden sich die ganzen Qualen, die Zahnkorrekturen und das Fettabsaugen am Ellenbogen auszahlen. Weltbestes Nachwuchsmodel war sie mal, die Bild und der Stern berichteten. Doch irgendwann, irgendwann wurde es still um Martina. Die Medien konzentrierten sich auf andere Personen und Dinge. Ihr Vater wurde wegen Hinterziehung im großen Stile aus seinem Job entlassen.</p>
<p>Und jetzt steht sie vor mir, Martina, mein Frühstjugendschwarm, die braune Mähne verwuschelt, die braunen Augen immer noch schön, aber mir irgendwie fremd. Erzählt mir in einer wilden Mixtur aus Englisch und Deutsch von ihrem Modelleben, von Glanz und Glamour und Koksparties mit Mickey Rourke.</p>
<p>&#8220;Would you buy me a drink?&#8221; sagt sie schließlich. Auf meinen fragenden Blick erwidert sie, dass sie ja selbst zahlen würde, aber kein Geld dabei habe. Als ich freundlich ablehne, verabschiedet sie sich und geht weiter. Sie geht weiter und fragt nach Drinks, so ziemlich alle, die sich in der kleinen Cocktailbar aufhalten.</p>
<p>Ich will sie fragen, was aus dem chaotischen Mädchen geworden ist, dass auch ohne OPs und kosmetische Korrekturen wunderschön war, im Sommer im Freibad lag und gerne Front 242 hörte. Ob sie merkt, dass der Traum ihrer Eltern, den zu leben sie gezwungen wurde, zu ihrem Lebensalbtraum geworden ist. Und was das jetsettende Model denn eigentlich in dieser kleinen Stadt sucht, so nahe ihrer bürgerlichen Heimat.</p>
<p>Aber ich lasse es sein.</p>
<p>___________________<br />
<span style="font-size: 85%;">*Nun, eigentlich nicht ich. Aber <em>sie</em> kenne ich trotzdem, und der Rest ist auch nicht erdacht.</span></p>
<p><span style="font-size: 85%;">**Sie heißt natürlich nicht Martina. Aber die Wahrheit ginge einfach ein wenig zu weit.</span></p>
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		<title>Kidnapping Eugen (5)</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2008/01/kidnapping-eugen-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 08:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kidnapping Eugen]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Sprichwörter]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er spricht&#8221;, sagte Eugen zu dem Mädchen mit dem Tonkrug. &#8220;Macht nichts&#8221;, sagte das Mädchen. &#8220;Serben bringen Glück.&#8221; Eugen stieß leidenschaftlich den Brunftschrei eines lappländischen Rentieres aus. &#8220;Man soll immer aufröhren, wenn man am schönsten ist&#8221;, fügte er hinzu. &#8220;Reden ist Silber, Schreien ist Gold&#8221;, erwiderte das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er spricht&#8221;, sagte Eugen zu dem Mädchen mit dem Tonkrug.</p>
<p>&#8220;Macht nichts&#8221;, sagte das Mädchen. &#8220;Serben bringen Glück.&#8221;</p>
<p>Eugen stieß leidenschaftlich den Brunftschrei eines lappländischen Rentieres aus. &#8220;Man soll immer aufröhren, wenn man am schönsten ist&#8221;, fügte er hinzu.</p>
<p>&#8220;Reden ist Silber, Schreien ist Gold&#8221;, erwiderte das Mädchen.</p>
<p>&#8220;Ganz recht, und der Spatz an der Wand ist besser als der Taube vom Bach&#8221;, säuselte Eugen das Mädchen mit dem Tonkrug an.</p>
<p>&#8220;Komm&#8217; jetzt, Eugen, wir müssen weiter&#8221;, rief Manni dem vor sich hin fabulierenden Eugen zu.</p>
<p>&#8220;Ach, Eugen&#8221;, seufzte der sprechende Tonkrug.</p>
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		</item>
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		<title>Tanze für mich, dicker Koch</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2008/01/tanze-fur-mich-dicker-koch/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 00:24:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die gotische Kathedrale auf meiner Stirn]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Alfonso]]></category>
		<category><![CDATA[Elefant]]></category>
		<category><![CDATA[Sau]]></category>
		<category><![CDATA[Tangowürgegriff]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade, als ich die ziemlich attraktive junge Dame an der Bar auf ein alkoholhaltiges Getränk einladen wollte, trat Alfonso, der dicke Koch, aus der Küche und hinter die Theke. Alfonso, der dicke Koch, stahl damit nicht nur mir die Aufmerksamkeit der ziemlich attraktiven jungen Dame, sondern auch allen anderen Anwesenden mit seinen überfunktionalen Schweißdrüsen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade, als ich die ziemlich attraktive junge Dame an der Bar auf ein alkoholhaltiges Getränk einladen wollte, trat Alfonso, der dicke Koch, aus der Küche und hinter die Theke. Alfonso, der dicke Koch, stahl damit nicht nur mir die Aufmerksamkeit der ziemlich attraktiven jungen Dame, sondern auch allen anderen Anwesenden mit seinen überfunktionalen Schweißdrüsen die Luft zum Atmen.*</p>
<p>Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Androstenon">androstenon</a>geschwängerter Stimme hauchte die ziemlich attraktive junge Dame ein &#8220;Tanze für mich, dicker Koch!&#8221; in sein ziemlich behaartes Ohr. Alfonso, der dicke Koch, warf nach einer gefühlten Äone Blick und Arme in den von der Raumdecke verborgenen Nachthimmel und tänzelte wie ein junger Gott von hinter der Theke in die Küche, und von der Küche mit einem hölzernen Kochlöffel zwischen den Zähnen vor die Theke, um die ziemlich attraktive junge Dame in seinem vielfach erprobten Tangowürgegriff dahinschmelzen zu lassen.</p>
<p>Noch während Alfonso, der dicke Koch und die ziemlich attraktive junge Dame Arm in Arm in einen ziemlich verschwitzten Feierabend entschwebten, rief ich den beiden ein &#8220;Pah, Tangowürgegriff!&#8221; hinterher. Dass ich einen Elefanten noch viel besser zeichnen konnte als Alfonso, der dicke Koch, behielt ich für mich.</p>
<p>&#8220;Zeichnest du einen Elefanten für mich?&#8221; fragte Harry, der Barmann und zwinkerte mir zu.</p>
<p>&#8220;Na gut&#8221;, sagte ich und zeichnete ihm den zweitbesten Elefanten, der jemals von Menschenhand gezeichnet wurde, auf eine nur halb durchweichte Serviette.</p>
<p>_________________<br />
<span style="font-size:85%;">*Nun, wenigstens den angenehmen Teil der Luft.</span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Angel of Westbahnhof (2)</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/12/angel-of-westbahnhof-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2007 11:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Schnappschüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Feiertag]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Kitsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich abends war er weg. Einfach so. Die an allen ungeschützten Stellen des Körpers nagende Kälte und die fast greifbare Dunkelheit, die den Frankfurter Westbahnhof an winterlichen Abenden beherrschen, gewannen mit einem Schlag neue Qualitäten. Albern, sagte ich mir, sich Gedanken über einen Plastikkitschengel zu machen, der im Fenster eines in hässlichstem Schmutzgelb verklinkerten Bahnhofsgebäudes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich abends <a href="http://www.scheibster.de/2007/04/angel-of-westbahnhof/" target="_self">war er weg</a>. Einfach so.</p>
<p>Die an allen ungeschützten Stellen des Körpers nagende Kälte und die fast greifbare Dunkelheit, die den Frankfurter Westbahnhof an winterlichen Abenden beherrschen, gewannen mit einem Schlag neue Qualitäten. Albern, sagte ich mir, sich Gedanken über einen Plastikkitschengel zu machen, der im Fenster eines in hässlichstem Schmutzgelb verklinkerten Bahnhofsgebäudes steht. Und noch viel alberner, sein Verschwinden zu bedauern.</p>
<p>Einige Tage später, als ich schon fast vergessen habe, dass er nicht mehr da ist, sehe ich ihn wieder. Im Bahnhofscafébistroschnellimbissdingens. Mitten im Raum sitzt er, auf einem Tisch, sein Plastikbuch lesend. Noch während ich mein Handy gezückt halte, um ein Beweisfoto von fragwürdiger Qualität zu schießen, spricht die Pächterin mich an.</p>
<p>&#8220;Unser Engelchen. Goldig, nicht?&#8221; sagt sie freundlich.</p>
<p>Dass ich ihn eigentlich ziemlich grenzwertig finde, will ich ihr nicht einfach so ins Gesicht sagen, schließlich haben wir keine offenen Rechnungen.</p>
<p>&#8220;Ich habe ihn immer vom Bahnsteig aus im Fenster stehen sehen und mich gewundert, wohin er verschwunden ist&#8221;, entgegne ich stattdessen wahrheitsgemäß.</p>
<p><a href="http://bp1.blogger.com/_oIrot05PZqY/R2z7lbU-VcI/AAAAAAAAAU4/ncKwg98sDz4/s1600-h/Angel_of_Westbahnhof_X-Mas.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146765094587094466" style="cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_oIrot05PZqY/R2z7lbU-VcI/AAAAAAAAAU4/ncKwg98sDz4/s400/Angel_of_Westbahnhof_X-Mas.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
<p>Sie lächelt, ich lächle zurück und verlasse das Café. Ich finde ihn noch immer kitschig, den goldbesprühten Plastikengel, und würde ihn mir nie auch nur in die Nähe meiner Wohnung stellen, so viel ist sicher.</p>
<p>Aber in einer der hinteren Ecken meiner Seele sitzt ein Teil, der sich immer noch über ihn freut.</p>
<p>Und ich lächle.</p>
<p>********************************</p>
<p>- Was machst du denn hier?</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Ich sitze hier und lese mein Buch. Damit hättest du nicht gerechnet, hm?</span></p>
<p>- Wenn ich ehrlich bin: Nein, das habe ich wirklich nicht. Wie, ähm, geht&#8217;s den Goldlöckchen?</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Die nerven immer noch. Aber die Menschen, die hier hereinkommen, sind angenehmer als die, die am Fenster vorbeilaufen.</span></p>
<p>- Ich wusste gar nicht, dass du liest. Ich dachte, du würdest beschämt nach unten schauen, weil du dein Dasein an einem so tristen Ort fristen musst.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Ich kann gar nicht lesen. Aber hier es ist angenehmer, in das Buch zu starren als in irgendeine andere Richtung. Außerdem: Auch Engel brauchen ihre kleinen Geheimnisse. Du kennst jetzt meines. Mist.</span></p>
<p>- Ich fürchte, ich werde es nicht für mich behalten können. Schließlich mag ich dich nicht besonders.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Ach, weißt du, die Menschen hier, die mich angeblich goldig finden, sperren mich elf Monate im Jahr in eine Abstellkammer. Zugegeben, es gibt Tageslicht, aber das erhellt auch nur eine Umgebung, die man lieber in Dunkelheit gehüllt weiß.</span></p>
<p>- Halte mal kurz still.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Wenn du mich nicht magst und so kitschig findest, wieso fotografierst du mich dann?</span></p>
<p>- Das geht dich nichts an.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Ach, glaubst du vielleicht, nur weil ich aus weißem Plastik bin und Flügel habe, kannst du einfach meine Persönlichkeitsrechte verletzen?</span></p>
<p>- Du hast die Goldlöckchen vergessen.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Und du hast wohl vergessen, dass du ganz schön sentimental sein kannst, wenn du nicht gerade gemein zu mir bist.</span></p>
<p>- Ich muss jetzt gehen. Wir sehen uns. Hier oder im Fenster.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Jaja. Tschüss auch.</span></p>
<p>- War schön, dich wiederzusehen.</p>
<p>********************************</p>
<p><span style="font-size:130%;"><span style="font-weight: bold;">All meinen Lesern, Mitbloggern und allen anderen wünsche ich wundervolle Feiertage!</span></span></p>
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		<title>Kidnapping Eugen (4)</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/12/kidnapping-eugen-4/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 19:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kidnapping Eugen]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Manni aus der Zukunft fuhr sich über sein noch immer leicht geschwollenes Kinn. Wo auch immer er mit Eugen gerade gelandet war, den Klamotten der Leute nach zu urteilen war es nicht die Zeit, aus der Eugen stammte. Aber eine Gemeinsamkeit schien es zu geben: Dämliche Talkshows. Und natürlich mussten sie in der Garderobe irgendeines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manni aus der Zukunft fuhr sich über sein noch immer leicht geschwollenes Kinn. Wo auch immer er mit Eugen gerade gelandet war, den Klamotten der Leute nach zu urteilen war es nicht die Zeit, aus der Eugen stammte. Aber eine Gemeinsamkeit schien es zu geben: Dämliche Talkshows.</p>
<p>Und <span style="font-style: italic;">natürlich</span> mussten sie in der Garderobe irgendeines dämlichen Privatsenders landen und <span style="font-style: italic;">natürlich</span> hatte Eugen sich sofort begeistert gezeigt, als man ihn spontan zu einem Auftritt einlud. Wenn es das nächste Mal um Zeitreisen mit einem Grenzdebilen ginge, so schwor sich Manni, würde er sich in die allerletzte Ecke verkrümeln und so tun, als sei er das Trockeneis aus der <a href="http://scheibster.blogspot.com/2006/06/kidnapping-eugen-2.html">zweiten Folge</a>.</p>
<p><span style="font-style: italic;">Moderator: </span>&#8220;&#8230;und wir präsentieren Ihnen nun Eugen, der einhundertdrei verschiedene Uhrzeiten am Stand der Zeiger erkennen kann!&#8221;</p>
<p><span style="font-style: italic;">Eugen: </span>&#8220;Danke, das stimmt.&#8221;</p>
<p><span style="font-style: italic;">Moderator: </span>&#8220;Eugen, was für eine verrückte Idee! Welche ist denn Deine Lieblingsuhrzeit?&#8221;</p>
<p><span style="font-style: italic;">Eugen: </span>&#8220;Sieben Uhr zweiundneunzig!&#8221;</p>
<p><span style="font-style: italic;">Moderator: </span><span>&#8220;Eugen, meine Damen und Herren!&#8221;</span></p>
<p><span style="font-style: italic;">Ach, Eugen,</span> seufzte Manni.</p>
<div></div>
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		<title>Familienfeier</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/09/familienfeier/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Sep 2007 12:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Altersleiden]]></category>
		<category><![CDATA[Feiertag]]></category>
		<category><![CDATA[Mafia]]></category>

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		<description><![CDATA[Soeben inspirierte mich ein winziger Tippfehler zu dem nun folgenden Text. Ich sage aber lieber nicht, wer&#8217;s war, sonst wird die Frau Nora zu recht böse. ******************************* Luigi war angespannt. Der Boss hatte manchmal ausgefallene Wünsche, aber so etwas war wirklich neu. Luigi musste sich keine Vorwürfe machen, denn er hatte sich wirklich alle Mühe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soeben inspirierte mich ein <a href="http://scheibster.blogspot.com/2007/09/meine-schwester-richard.html#comment-7914003242599483407">winziger Tippfehler</a> zu dem nun folgenden Text. Ich sage aber lieber nicht, wer&#8217;s war, sonst wird die </em><a href="http://alsichdenmondtrank.blogspot.com/"><em>Frau Nora</em></a><em> zu recht böse.</em></p>
<p>*******************************</p>
<p>Luigi war angespannt. Der Boss hatte manchmal ausgefallene Wünsche, aber so etwas war wirklich neu. Luigi musste sich keine Vorwürfe machen, denn er hatte sich wirklich alle Mühe gegeben. Es gibt Fragen, die man nicht stellt, wenn man zur Familie gehört, deswegen hatte Luigi einfach getan, wie ihm aufgetragen worden war.</p>
<p>Die Tür öffnete sich, und Banane betrat den Raum. Banane war die rechte Hand des Bosses, und Luigi hatte ihn nie nach seinem echten Namen gefragt, geschweige denn nach dem Grund, warum man ihn Banane nannte. Es gibt Fragen, die man nicht gestellt bekommt, wenn man so aussieht wie Banane.</p>
<p>&#8220;Luigi, was soll das da auf dem Tisch sein?&#8221;</p>
<p>&#8220;Das, was du mir gesagt hast, Banane. &#8216;De&#8217; Boss will eine ve&#8217;dammte Gebu&#8217;tstagstote zu&#8217; Feie&#8217; haben. Kümme&#8217; dich d&#8217;um, Luigi&#8217;, hast du gesagt.&#8221;</p>
<p>&#8220;Luigi, mamma mia, ich sagte <em>Gebu&#8217;tstagsto&#8217;te</em>, nicht Gebu&#8217;tstagstote.&#8221;</p>
<p>Beide starrten auf die alte Frau, die mit einer brennenden Kerze in der Hand und einer weiteren auf dem Kopf auf dem gedeckten Tisch saß und begonnen hatte, den Zuckerguss von ihrer Schulter abzubröseln und sich Stück für Stück in den zahnlosen Mund zu schieben.</p>
<p>&#8220;Und auße&#8217;dem, Luigi: Die ist noch ga&#8217; nicht tot.&#8221;</p>
<p>&#8220;Sie stirbt bald an Altersschwäche, Banane. Das hat mir Marco versichert. Und er muss es wissen, schließlich ist es seine Großtante. Und selbst wenn nicht: Warte nur, bis sie angeschnitten ist!&#8221;</p>
<p>Es gibt Fragen, die man nicht gestellt bekommt, wenn man alt und etwas wunderlich ist.</p>
<p>&#8220;Schaff&#8217; sie hie&#8217; &#8216;aus, Luigi. P&#8217;onto.&#8221;</p>
<p>Luigi brummelte etwas Unverständliches über seinen Job, zahnlückenbedingte Sprachfehler und dass er es keinem recht machen könne. Er warf sich die vor sich hin kichernde Alte über die Schulter und stapfte aus dem Raum.</p>
<p>Beim nächsten Mal würde er einfach fragen. Jetzt musste er Marco seine Großtante zurückgeben, und er bezweifelte ernsthaft, dass er die zweihundert Euro wiedersehen würde, die er dafür aus seiner eigenen Tasche vorgestreckt hatte.</p>
<p>An Tagen wie diesen hasste Luigi sein Leben, was nicht weiter tragisch war, denn sein Leben hasste ihn auch.</p>
<p>Und die Alte auf seiner Schulter kicherte.</p>
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		<title>Neulich am Strand (3)</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/07/neulich-am-strand-3/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jul 2007 08:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich am Strand]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Muscheln]]></category>

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		<description><![CDATA[[-&#62;Teil 1] [-&#62;Teil 2] - Iffe weg, die böfe Aafkrabbe? - Was zur&#8230; Du lebst? Ich dachte, du wärest tot! - Nee. Iff habe ihn nur reftfeitig gefehen und miff verfteckt. Iff habe Augen, weift du? - Und du hast einen Sprachfehler, wenn du dich in deinem Seeschneckenhaus versteckst. - Lieber einen Fpraffehler als tot. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:85%;"><a href="http://www.scheibster.de/2007/07/neulich-am-strand/" target="_self">[-&gt;Teil 1]</a> <a href="http://www.scheibster.de/2007/07/neulich-am-strand-2/" target="_self">[-&gt;Teil 2]</a></span><br />
<em></em><br />
<em>- Iffe weg, die böfe Aafkrabbe?</em></p>
<p>- Was zur&#8230; Du lebst? Ich dachte, du wärest tot!</p>
<p><em>- Nee. Iff habe ihn nur reftfeitig gefehen und miff verfteckt. Iff habe Augen, weift du?</em></p>
<p>- Und du hast einen Sprachfehler, wenn du dich in deinem Seeschneckenhaus versteckst.</p>
<p><em>- Lieber einen Fpraffehler als tot.</em></p>
<p>- Aber bist du Hohlschnecke nicht auf meinen Muschelfriedhof gekommen, um zu sterben? Und frisst die Aaskrabbe nicht nur tote Muscheln? Du laberst echt nur Seetang, weißt du das?</p>
<p><em>- Mir geht&#8217;f ganf gut, danke. Iff will in Ruhe fterben, bei meinen Ahnen, Brüdern und Fweftern, Onkelf und Tanten. Nifft im Magen einer böfen Aafkrabbe.</em></p>
<p>- Ja, genau. Es reicht schon, dass deine komplette Sippe hier herumliegt und mir den Blick aufs Meer verbaut. Glaubst du denn wirklich, die Aaskrabbe hätte etwas wie dich essen wollen? Pah! Miesmuscheln, darauf stehen die, nicht auf dahergekrochene Seeschnecken!</p>
<p><em>- Tun fie nifft. Fie </em>lieben<em> Feefnecken. Ihr dagegen ftinkt ganf abfeuliff, wenn ihr erft einmal tot feid. Ihr ftinkt ja fon, wenn ihr lebt.</em></p>
<p>- Tun wir nicht. Du lügst!</p>
<p><em>- Miefmuffel, Miefmuffel!</em></p>
<p>- Jetzt reicht&#8217;s! Ich werde bald ins Miesmuschelparadies gehen, dorthin, wo das Seegras grün, die Aaskrabben satt und die Seeschnecken stumm sind, und du wirst mich nicht davon abhalten!</p>
<p><em>- Geh&#8217; nur. Iff rufe dann die nächfte Aafkrabbe.</em></p>
<p>- Du hast die Aaskrabbe eben hierher geholt?</p>
<p><em>- Ja. Iff hatte ihr verfprochen, daff ef hier eine leckere Miefmuffel gibt. Hätte nifft gedacht, daff Aafkrabben fo wankelmütif find.</em><br />
<em></em><br />
- Da verschlucke ich doch glatt meine Perle!</p>
<p><em>- Aber mit der wäre iff fon fertif geworden. Mein Bruder Ollie hat einer Aafkrabbe mal einen Arm abgebiffen. Waff vertfiehft du fo dein Gefifft?</em></p>
<p>- Ich&#8230; lasse&#8230; mir&#8230; einen&#8230; Finger&#8230; wachsen&#8230;</p>
<p><em>- &#8230;um miff wegtfufnippen?</em></p>
<p>- Darauf&#8230; kannst&#8230; du&#8230; wetten&#8230;</p>
<p><em>- Daf wird intereffant. Laff&#8217; dir nur Tfeit, iff renne nifft weg.</em></p>
<p>- Das&#8230; fürchte&#8230; ich&#8230; auch&#8230;</p>
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		<title>Neulich am Strand (2)</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/07/neulich-am-strand-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jul 2007 12:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich am Strand]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahren]]></category>
		<category><![CDATA[Muscheln]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.scheibster.de/2007/07/neulich-am-strand-2/</guid>
		<description><![CDATA[[-&#62; Teil 1] - Nun spiel&#8217; Dich hier mal nicht so auf. - Pah, das ist ja wohl meine Sache, wann ich mich aufspiele und wann nicht. Auf diesem Muschelfriedhof hast du nichts verloren. Was bist du überhaupt? - Ich bin eine Aaskrabbe. - Du lügst. Die gibt es doch gar nicht. - Jetzt schon. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.scheibster.de/2007/07/neulich-am-strand/" target="_self"><span style="font-size:85%;">[-&gt; Teil 1]</span></a><br />
<em></em><br />
<em>- Nun spiel&#8217; Dich hier mal nicht so auf.</em></p>
<p>- Pah, das ist ja wohl meine Sache, wann ich mich aufspiele und wann nicht. Auf diesem Muschelfriedhof hast du nichts verloren. Was bist du überhaupt?</p>
<p><em>- Ich bin eine Aaskrabbe.</em></p>
<p>- Du lügst. Die gibt es doch gar nicht.</p>
<p><em>- Jetzt schon.</em></p>
<p>- Und was macht man als Aaskrabbe?</p>
<p><em>- Ich esse tote Muscheln. Sag&#8217; mal, warum liegen hier eigentlich so viele Seeschnecken herum?</em></p>
<p>- Die, die haben einfach keine Ahnung! Ha! Kommen hierher, um auf <em>meinem Muschelfriedhof</em> zu sterben!</p>
<p>Du isst was?</p>
<p><em>- Ich esse tote Muscheln. Mach&#8217; dir keine Sorgen, du lebst ja noch. Aber nicht mehr lange, hoffe ich. Der Rest, der hier herumliegt, stinkt ganz abscheulich. Ich mag euch lieber etwas&#8230; frischer.</em></p>
<p>- Nur keine falsche Hoffnung, du Leichenschänder! Ich fühle mich quietschfidel!</p>
<p><em>- Und was machst du dann hier?</em></p>
<p>- Ich betreibe Altersvorsorge. Ich denke an meine Zukunft.</p>
<p><em>- Eine Miesmuschel mit Zukunftsängsten? Das ist nun wirklich lächerlich.</em></p>
<p>- Aaskrampe.</p>
<p><em>- Ich hoffe, du hast keine Perle in dir. Onkel Eddie ist an einer erstickt. Unschöne Sache, das.</em></p>
<p>- Natürlich habe ich eine Perle in mir! Das ist mein verdammtes Lebenswerk! Wat mutt, dat perlmutt, hat meine Mutter immer gesagt.</p>
<p><em>- Ach, Perlen werden überschätzt. Ein Stück Dreck mit Miesmuschelzahnstein außen herum. Bilde dir nur nichts darauf ein.</em></p>
<p>- Ich mag dich nicht.</p>
<p><em>- Wir werden uns noch näher kommen, vertraue mir. Wie lange ist dein Kumpel da neben dir schon hinüber?</em></p>
<p>- Das ist nicht mein Kumpel, das ist eine blöde Seeschnecke. Gerade eben, glaube ich.</p>
<p><em>- Was dagegen, wenn ich deinen Kumpel verspeise, um die Wartezeit bis zu deinem Tod zu überbrücken?</em></p>
<p>- Du bist ganz schön pietätlos.</p>
<p><em>- Ich habe Frau und Kinder. Glaube mir, da muss man über Leichen gehen.</em></p>
<p>- Geh weg, oder ich spucke dir meine Perle an den Schädel.</p>
<p><em>- Du hast doch gar keine Lippen.</em></p>
<p>- Ich nicht.</p>
<p><em>- Ja?</em></p>
<p>- Aber das Touri-Kind, das gerade seine Hände nach dir ausstreckt. Hey, schrei nicht so, dass hier ist ein Muschelfriedhof!</p>
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		<item>
		<title>Neulich am Strand</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/07/neulich-am-strand/</link>
		<comments>http://www.scheibster.de/2007/07/neulich-am-strand/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 23:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich am Strand]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Muscheln]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gute Frau Mephistascripts meinte kürzlich nicht ganz zu Unrecht, dass ein Muschelfriedhof eine tolle Inspiration sei. Sie hat es nicht anders gewollt. ********************************* - Was machst du denn hier? - Ich sterbe. - Du kannst hier nicht sterben. Verpiss dich. - Warum? Das hier ist doch ein Muschelfriedhof, oder nicht? - Du hast es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gute Frau <a href="http://was-war-trumpf.blogspot.com/">Mephistascripts</a> meinte kürzlich nicht ganz zu Unrecht, <a href="http://scheibster.blogspot.com/2007/07/lichtblick.html#comment-4497538800222925822">dass ein Muschelfriedhof eine tolle Inspiration sei</a>. Sie hat es nicht anders gewollt.</p>
<p>*********************************</p>
<p>- Was machst du denn hier?</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Ich sterbe.</span></p>
<p>- Du kannst hier nicht sterben. Verpiss dich.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Warum? Das hier ist doch ein Muschelfriedhof, oder nicht?</span></p>
<p>- Du hast es erfasst. Ganz genau. Ein <span style="font-style: italic;">Muschel</span>friedhof.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Ja, na also. Und warum darf ich hier nicht sterben?</span></p>
<p>- Du bist eine Seeschnecke, keine Muschel. Und ich will nicht neben einer bescheuerten Seeschnecke sterben, capiche?</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Aber wir sind doch verwandt! Du bist eine ganz schöne Miesmuschel, weißt du das?</span></p>
<p>- Von mir aus. Und bevor du es sagst: Den Friedhof der&#8230;</p>
<p><span style="font-style: italic;">- &#8230;Muscheltiere?</span></p>
<p>- &#8230;<a href="http://scheibster.blogspot.com/2007/07/lichtblick.html#comment-6920862164086279392">hat schon jemand erfunden</a>. Also, halt&#8217; die Klappe und geh&#8217; woanders sterben.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Bis ich woanders ankomme, bin ich tot. Außerdem liegen hier ganz viele tote Seeschnecken.</span></p>
<p>- Ja, weil die alle so blöde waren wie du. Darf ich jetzt vielleicht einen miesmuschelwürdigen Tod sterben? Hallo? Hey, ich rede mit dir!</p>
<p>Verdammt. Wenn ich wenigstens einen Finger hätte, könnte ich das Ding wegschnippen. <span style="font-style: italic;">He</span>, du da hinten, zieh&#8217; Leine, das hier ist ein <span style="font-style: italic;">Muschel</span>friedhof!</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.scheibster.de%2F2007%2F07%2Fneulich-am-strand%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px;height:30px;margin-top:5px;"></iframe>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bahnhof der verlorenen Seelen</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/06/bahnhof-der-verlorenen-seelen/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jun 2007 09:23:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Schnappschüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[RMV]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Stille erwartet er mich. Seine Lichter brennen, als wären hunderte zugegen. Ihr Schein kämpft gegen die erbarmungslose Schwärze der Nacht, doch mehr als Verzweiflung geht von ihnen nicht aus. Die Stille schreit mir die Abwesenheit jeglichen Lebens entgegen. Die sommerlich-lauen Temperaturen fallen alleine durch das Konglomerat aus Stein, Stahl und Elektrizität, während ein geisterhafter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Stille erwartet er mich. Seine Lichter brennen, als wären hunderte zugegen. Ihr Schein kämpft gegen die erbarmungslose Schwärze der Nacht, doch mehr als Verzweiflung geht von ihnen nicht aus.</p>
<p><a href="http://bp2.blogger.com/_oIrot05PZqY/RmX2bmw9eOI/AAAAAAAAAJk/h2Oe-IcIRlg/s1600-h/Bahnhof_05.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5072731509425535202" style="CURSOR: pointer" src="http://bp2.blogger.com/_oIrot05PZqY/RmX2bmw9eOI/AAAAAAAAAJk/h2Oe-IcIRlg/s400/Bahnhof_05.jpg" border="0" alt="" width="240" height="320" /></a></p>
<p>Die Stille schreit mir die Abwesenheit jeglichen Lebens entgegen. Die sommerlich-lauen Temperaturen fallen alleine durch das Konglomerat aus Stein, Stahl und Elektrizität, während ein geisterhafter Schemen mir verspricht, den Weg zur Lunge mit Gold statt mit Teer zu pflastern.</p>
<p><a href="http://bp1.blogger.com/_oIrot05PZqY/RmX2AWw9eLI/AAAAAAAAAJM/thLMs_ERm3w/s1600-h/Bahnhof_01.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5072731041274099890" style="CURSOR: pointer" src="http://bp1.blogger.com/_oIrot05PZqY/RmX2AWw9eLI/AAAAAAAAAJM/thLMs_ERm3w/s400/Bahnhof_01.jpg" border="0" alt="" width="240" height="320" /></a></p>
<p>Ich schenke ihm keinen Glauben, und mein Blick streift ein Objekt, das die buntbefensterte Kathedrale dieses Ortes zu sein scheint. Doch die scheinbar in ihr liegende Erlösung entpuppt sich als überteuerter Ablasshandel für die unterzuckerte, frustzerfressene Blutbahn. Die eingesperrten Süßigkeiten flehen den Betrachter sirenengleich nach Befreiung an, doch haftet ihnen der gleiche Lügengeruch an, den auch der Gold-Mann verbreitet.</p>
<p><a href="http://bp1.blogger.com/_oIrot05PZqY/RmX2IWw9eMI/AAAAAAAAAJU/f941UsbsiFY/s1600-h/Bahnhof_02.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5072731178713053378" style="CURSOR: pointer" src="http://bp1.blogger.com/_oIrot05PZqY/RmX2IWw9eMI/AAAAAAAAAJU/f941UsbsiFY/s400/Bahnhof_02.jpg" border="0" alt="" width="240" height="320" /></a></p>
<p>Ich wende mich ab und stelle fest, dass helle Scheinwerfer sich vom Horizont mit gleichmütiger Geschwindigkeit nähern. Ein schier endloser Koloss aus Stahl gleitet fast lautlos über die Schienen, um einige Meter entfernt eine Verschnaufpause einzulegen.</p>
<p><a href="http://bp0.blogger.com/_oIrot05PZqY/RmX2SGw9eNI/AAAAAAAAAJc/ym4BN9wCRWY/s1600-h/Bahnhof_03.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5072731346216777938" style="CURSOR: pointer" src="http://bp0.blogger.com/_oIrot05PZqY/RmX2SGw9eNI/AAAAAAAAAJc/ym4BN9wCRWY/s400/Bahnhof_03.jpg" border="0" alt="" width="320" height="240" /></a></p>
<p>Seine fensterlose Hülle knarzt und ächzt, es poltert in seinem Inneren. Die verlorenen Seelen, die er transportiert, haben sich schon lange mit ihrer Odyssee abgefunden. Mit Erstaunen registrieren einige meine Anwesenheit, um dann zurück in ihre Lethargie zu verfallen.</p>
<p>Wie sie wohl dort hineingekommen sind, frage ich mich.</p>
<p>Dann wird es schwarz.</p>
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		<title>Angel of Westbahnhof</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/04/angel-of-westbahnhof/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2007 16:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Schnappschüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Kitsch]]></category>
		<category><![CDATA[RMV]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer es noch nicht bemerkt haben sollte: Ich halte mich oft am Frankfurter Westbahnhof auf. Der Frankfurter Westbahnhof ist mit Abstand einer der hässlichsten Bahnhöfe, die ich kenne. Umso interessanter ist es, an eben jenem Ort, an dem ich so oft bin und der mein Auge nicht selten durch seine schiere Existenz beleidigt, Dinge zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer es noch nicht bemerkt haben sollte:</p>
<ol>
<li>Ich halte mich oft am Frankfurter Westbahnhof auf.</li>
<li>Der Frankfurter Westbahnhof ist mit Abstand einer der hässlichsten Bahnhöfe, die ich kenne.</li>
</ol>
<p>Umso interessanter ist es, an eben jenem Ort, an dem ich so oft bin und der mein Auge nicht selten durch seine schiere Existenz beleidigt, Dinge zu sehen, die ich nicht erwarte.</p>
<p><a href="http://bp2.blogger.com/_oIrot05PZqY/RhKH9sQ4LcI/AAAAAAAAAGc/755H4z6_w_s/s1600-h/Angel_of_Westbahnhof_2.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5049247626159467970" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: none; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_oIrot05PZqY/RhKH9sQ4LcI/AAAAAAAAAGc/755H4z6_w_s/s400/Angel_of_Westbahnhof_2.jpg" border="0" alt="" /></a><br />
Eine dieser Überraschungen sitzt in einem der kleinen Fenster jenes Teils des Bauwerkes, der nur für Befugte zu betreten ist.</p>
<p>Kürzlich habe ich noch <a href="http://www.scheibster.de/2007/03/teuflisch-appetitlich/" target="_self">Böses über sie geschrieben</a>, und im nächsten Moment mache ich selbst Fotos von ihnen.*</p>
<p>Und heute morgen bin ich zu ihm gegangen, um endlich ein Foto aus der Nähe zu schießen, nachdem ich mir das wochenlang schon vorgenommen hatte.</p>
<p><a href="http://bp0.blogger.com/_oIrot05PZqY/RhKKjMQ4LdI/AAAAAAAAAGk/uIFulDY0VB0/s1600-h/Angel_of_Westbahnhof.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"><img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5049250469427817938" style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_oIrot05PZqY/RhKKjMQ4LdI/AAAAAAAAAGk/uIFulDY0VB0/s400/Angel_of_Westbahnhof.jpg" border="0" alt="" /></a>- Ui. Hey, Kleiner, was machst du denn da?</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Blöde Frage. Ich habe das Fenster geöffnet, weil hier drinnen einer gefurzt hat.</span></p>
<p>- Sitzt du etwa in der Betriebstoilette?</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Das geht dich nix an.<br />
</span><br />
- Ich muss gestehen: Ich hatte mir Engel irgendwie gesprächiger vorgestellt. Und, äh, netter.**</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Dafür kann ich nichts.</span></p>
<p>- Äh, nein. Sicher nicht. Lass mich raten: Wenn es nach dir ginge, würdest du nicht dort sitzen.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Bingo. Ich meine, schau dir das hier an. Ich sitze auf einer gottverlassenen Betriebstoilette. Alles hier ist hässlich. Die Menschen, die draußen vorbeigehen, sind in Eile oder betrunken. Oder beides. Sie </span>sehen<span style="font-style: italic;"> mich nicht einmal. Naja, alle außer dir. Und die Menschen hier drinnen haben anderes im Sinn als meine putzigen Goldlöckchen.</span></p>
<p>- Die Locken magst du auch nicht?<span style="font-style: italic;"></span></p>
<p>- Nein, die nerven. Die nerven wie Sau! Und erst die Flügel. Ewig diese Milben! Und wie das juckt!</p>
<p>- Wenn du in die Mauser kommst?</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Ja, mach&#8217; dich nur lustig. Komm, sag&#8217;s nur: Das sind doch gar keine echten Federn.</span><br />
<span style="font-style: italic;"></span><br />
- Wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ehrlich. Aber jetzt, da du&#8217;s erwähnst&#8230;</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Ach, Mann. Ich habe echt keinen Bock mehr. Holst du mich hier raus?</span></p>
<p>- Tut mir leid. Ich darf da nicht rein. Außerdem mag ich keine Putten.</p>
<p><span style="font-style: italic;">- Na toll.</span></p>
<p>- Aber ich freue mich, dich morgen hier wiederzusehen.</p>
<p>________________________<br />
<span style="font-size:85%;">* Ich bitte, diese persönliche Entwicklung nicht mit Rückgratlosigkeit zu verwechseln.</span><br />
<span style="font-size:85%;"><br />
** Also insgesamt englischer.</span></p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.scheibster.de%2F2007%2F04%2Fangel-of-westbahnhof%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px;height:30px;margin-top:5px;"></iframe>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>ploing</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/02/ploing/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Feb 2007 09:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Spamschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[- Was soll das denn, bitte? - Was ist denn an &#8220;ploing&#8221; so komisch, hm? - Du bist kein Wortbestätigungswort. Du bist aus &#8216;nem Comic. - Pfff! Und wenn schon. Man wird sich ja wohl noch weiterentwickeln dürfen. - Vom Printmedium ins Web. Na, immerhin. Aber Wortbestätigungswort ist doch kein Vollzeitjob, oder? - Web 2.0, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>- Was soll <a href="http://neolog.twoday.net/stories/3324953/#comments">das</a> denn, bitte?</p>
<p><em>- Was ist denn an &#8220;ploing&#8221; so komisch, hm?</em></p>
<p>- Du bist kein Wortbestätigungswort. Du bist aus &#8216;nem Comic.</p>
<p><em>- Pfff! Und wenn schon. Man wird sich ja wohl noch weiterentwickeln dürfen.</em></p>
<p>- Vom Printmedium ins Web. Na, immerhin. Aber Wortbestätigungswort ist doch kein Vollzeitjob, oder?</p>
<p><em>- Web 2.0, bitte, ja? Zwo-Punkt-Null. Und wenn schon, mein Schattendasein neben Sprechblasen war auch nicht so erfüllend. Hier mache ich Urlaubsvertretung für </em><a href="http://www.scheibster.de/2007/01/aakmuzs/" target="_self"><em>aakmuzs</em></a><em>. aakmuzs ist nämlich irgendwie verschwunden, und da haben sie gesagt, ploing, haben sie gesagt, wir haben da eine neue Aufgabe für dich.</em></p>
<p>- Eine Aufgabe, die mit meinem Druck auf die Returntaste beendet sein wird.</p>
<p><em>- Echt?</em></p>
<p>- Kein Scherz.</p>
<p><em>- Na toll. Danke auch.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wolle Hohlbrot: Der Maaahgier</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/02/wolle-hohlbrot-der-maaahgier/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Feb 2007 10:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibster spielt]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[DSA]]></category>
		<category><![CDATA[Gaming]]></category>
		<category><![CDATA[Gandalf]]></category>

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		<description><![CDATA[Es seien mehrere Dinge gesagt, bevor das hier losgeht. Zum einen finde ich Wolfgang Hohlbein wirklich gut, kann aber dank Terry Pratchett und Robert Rankin beim Verfassen eigener Geschichten nicht ernsthaft bleiben. &#8216;Wolle Hohlbrot&#8217; klingt selten dämlich, und wahrscheinlich werde ich mein Pseudonym für diese Geschichten ändern (wenn denn noch welche folgen). Vielleicht auch nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Es seien mehrere Dinge gesagt, bevor das hier losgeht. Zum einen finde ich Wolfgang Hohlbein wirklich gut, kann aber dank Terry Pratchett und Robert Rankin beim Verfassen eigener Geschichten nicht ernsthaft bleiben. &#8216;Wolle Hohlbrot&#8217; klingt selten dämlich, und wahrscheinlich werde ich mein Pseudonym für diese Geschichten ändern (wenn denn noch welche folgen). Vielleicht auch nicht. &#8216;Wolle Hohlbrot&#8217; ist aber auf keinen Fall ein Angriff auf Person oder Werk Wolfgang Hohlbeins.</em><br />
<em></em><br />
<em>Noch etwas: Bringt Zeit mit, es ist kein &#8220;Casual Reader&#8221;-Kurzpost. Es ist eine kleine Geschichte, die ich an dieser Stelle meinen DSA-Mitspielern widmen möchte.</em></p>
<p>********************</p>
<p>Es war ein dunkler Winterabend, als mich meine kältetauben Füße mit letzter Kraft in die Schänke des Dorfes trugen. Ich war auf Reisen, und Dörfer, die man abends erreicht, sehen alle gleich aus: Ein paar trübe Lichter scheinen durch schmutzverkrustete Fenster, ein dicker bärtiger Mann klaut den Pferden vor der Schänke die Rüben, und der Stadtbüttel übt sich auf seine angerostete Hellebarde gestützt in Nichtwahrnehmung seiner Umwelt*.</p>
<p>Ich schwor mir zitternd, nie wieder im Winter lange Fußmärsche auf mich zu nehmen und betrat die Schänke. Der Teil der Dorfbewohner, die es noch nicht nach Hause geschafft hatten, hing an der Theke und verteilte sich an zwei der drei dunklen, mittelschwer mit einer Mischung aus saurem Bier und Kartoffelsuppe verschmierten Holztische. Die Luft war zwar warm, von der Zusammensetzung jedoch ähnlich, mit einer leichten Prise Schweiß und einer gehörigen Portion Tabakrauch dazu.</p>
<p>Am dritten Tisch saß ein einzelner älterer Mann, mit einem bunten, runenverzierten Umhang und einem spitzen Hut. An der Wand hinter ihm lehnte ein mannshoher, verbogen wirkender Stab. Kein anderer Platz war frei, und da dieser Kerl hier genau so deplaziert wirkte wie ich, setzte ich mich ihm gegenüber. Ein zerrissen wirkender grauer Bart umrandete sein faltiges Gesicht, und sein leicht wirrer Blick musterte mich.</p>
<p>&#8220;Jungchen, was machst du denn hier? Egal. Schön, dass du mir Gesellschaft leistest. Ein seltenes Gut dieser Tage.&#8221; Der Alte hob sein Weinglas in Richtung des desinteressiert dreinblickenden Wirtes. &#8220;Hey, Schwachkopf! Noch eines für mich&#8230; Und eines für meinen jungen Freund hier.&#8221;</p>
<p>&#8220;Danke, das ist sehr freundlich&#8221;, sagte ich und versuchte Ordnung in die wirren Muster auf dem spitzen Hut des alten Mannes zu bringen. Als Kopfschmerzen drohten, hörte ich auf.</p>
<p>&#8220;Nun, eigentlich war das nicht sehr freundlich&#8221;, entgegnete der Alte. &#8220;Aber der Wirt ist einer von denen, denen in ihrem Leben noch viel Schlimmeres an der Kopf geworfen wurde. Bierkrüge zum Beispiel.&#8221; Ich nickte zustimmend, und freute mich über das zaghaft in meine Füße zurückkehrende Gefühl. Der Wein wurde gebracht, und die ersten Schlucke beschleunigten den Tauprozess weiter.</p>
<p>&#8220;So, Junge, jetzt aber raus mit der Sprache. Was in Dreiteufelsnamen machst du hier?&#8221; Der Alte nahm seinen Blick nicht von mir, als er eine Pfeife aus seinem Mantel zauberte, die einen ähnlich schiefen Eindruck mache wie der Stab hinter ihm.</p>
<p>&#8220;Ich bin&#8230; Schriftsteller. Ich reise, um Inspirationen zu sammeln&#8221;, antwortete ich wahrheitsgemäß. &#8220;Und was treibt Sie in diese Gegend, wenn ich fragen darf?&#8221; Der Alte lächelte, um dann mit leichtem Hüsteln die Pfeife anzuzünden.</p>
<p>&#8220;Ah, du bist also einer von diesen &#8216;Feder und Schwert&#8217;-Typen, hm? Ich bin ebenfalls auf Reisen. Sie nennen mich einen Maaahgier. Und bevor du fragst: Ja, ich kann zaubern.&#8221; Er versuchte einen einschüchternden Blick, was lediglich durch den nach vorne rutschenden Spitzhut verhindert wurde.</p>
<p>Magier. Ich hatte von ihnen gehört. Bisher hatte ich sie für Legenden gehalten, wie Drachen, Hexen oder Käsekuchen ohne Rosinen. Nun saß einer von ihnen vor mir. Angeblich.</p>
<p>&#8220;Heißt es nicht &#8216;Magier&#8217;, alter Mann?&#8221; fragte ich und bereute im nächsten Moment meine Worte. Hatte er die Wahrheit gesagt, so hatte mich meine große Klappe in echte Gefahr gebracht. Die Miene des Alten verfinsterte sich kurz.</p>
<p>&#8220;Jungchen, wenn ich &#8216;Maaahgier&#8217; sage, dann meine ich das auch so. Kein Grund zum Klugscheißen. Und noch lange keiner, sich über meinen Sprachfehler lustig zu machen.&#8221; Der Alte nahm einen kräftigen Schluck Wein.</p>
<p>&#8220;Es&#8230; Es tut mir leid!&#8221; entgegnete ich. Verschiedene Teile meines Selbst stimmten gerade hektisch über einen Panikanfall ab.</p>
<p>&#8220;Zumal es ein Sprachfehler ist, der sich nur auf dieses eine verdammte Wort beschränkt. Eigentlich ein Segen, aber nicht, wenn man Maaahgier ist, so wie ich. Also keine Scherze, sonst brenne ich dir ein Loch in dein feines Hemd.&#8221; Der Alte deutete mit dem Zeigefinger auf mich, seufzte kurz und zog dann an seiner Pfeife. Mein Panikanfall wurde verschoben und wich leicht misstrauischer Entspannung.</p>
<p>&#8220;Mit einen Flammenstrahl aus Ihrem Finger?&#8221; fragte ich wieder etwas mutiger.</p>
<p>&#8220;Nein, Jungchen, mit der verdammten Kerze auf dem Tisch.&#8221; Der Alte täuschte mit der Hand eine Bewegung zur Kerze vor, die mich zusammenzucken ließ. Als er das sah, brach er in heiserer Gelächter aus. Ich zog eine Augenbraue hoch, lehnte mich zurück und trank den Rest meines Weines.</p>
<p>&#8220;Aber weißt du, ich kann mit meiner Pfeife ein Segelschiff herbeizaubern. Schau her&#8230;&#8221; Der Magier nahm einen Zug und nestelte an seiner Pfeife herum. Ich wartete gebannt auf die Darbietung, als mit einem mechanischen Klicken eine kleine angekokelte Stoffflagge aus dem Pfeifenkopf emporschoss, auf der ein Segelschiff aufgemalt war. Glühender Tabak verteilte sich auf dem Tisch, und der Magier klopfte sich fluchend Bart und Umhang ab.</p>
<p>&#8220;Das vergesse ich doch immer wieder. So ein Mist. Du siehst, auch Maaahgier werden älter, Junge!&#8221;</p>
<p>Ich trommelte mit den Fingern auf dem Tisch. Magier hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.</p>
<p>&#8220;Noch einen Wein für meinen Freund und mich, Schwachkopf!&#8221; rief der Alte in Richtung Theke. Der Wirt nickte und brachte kurze Zeit später zwei weitere Gläser an unseren Tisch.</p>
<p>&#8220;Der beste, den ich Euch bieten kann, Herr&#8221;, murmelte er und verschwand wieder in den Rauchschwaden. Ich war mir sicher, dass er hier gelegentlich lüften würde, wenn man die Fenster noch finden könnte.</p>
<p>&#8220;Ein Maaahgier weiß, wann er seine Kräfte besser schont, Jungchen. Ich weiß, was du von mir denkst. Vielleicht hast du sogar Recht.&#8221; Der Alte leerte sein Glas in einem Zug. &#8220;Wie heißt du eigentlich?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich nenne mich Scripio, werter Herr Magier. Wie nennt man euch?&#8221; entgegnete ich. Der Alte schien kurz zu überlegen, bevor er mir antwortete.</p>
<p>&#8220;&#8216;Was zum&#8230;?&#8217; und &#8216;Oh nein!&#8217; höre ich ziemlich oft. Du aber kannst dir diesen Namen merken: Alfons von Stahl.&#8221; Der Blick des Magiers strahlte einen gewissen Triumph aus, den ich erst kurz später verstehen sollte.</p>
<p>&#8220;Das ist ja unglaublich, Jungchen! Sieh dir das an!&#8221; sagte er und zeigte hinter mich. Ich drehte mich um. Als ich nichts sah außer der in ihre angetrunkenen Gespräche vertieften Dorfbewohner, dämmerte es mir. Ich drehte mich wieder zurück, und der Alte war verschwunden.</p>
<p>&#8220;So, Zeit zum Kassieren&#8221;, hörte ich den Wirt neben mir sagen. &#8220;Macht zwei Dukaten und äh&#8230; zwölfzig.&#8221;</p>
<p>Großartig. Ich hatte mich von einem alten Mann an der Nase herumführen lassen und war mit einem Schlag meine Reisekasse losgeworden. Von draußen hörte ich ein heiseres Kichern, gefolgt von einem &#8220;Ach, verdammt!&#8221; Mein Blick fiel auf den Stab, der noch immer an der Wand lehnte. Der Wirt strich hastig meine Münzen zusammen, während ich aufstand und den Stab an mich nahm.</p>
<p>Dies würde nicht meine letzte Begegnung mit Alfons von Stahl gewesen sein.</p>
<p>_______________<br />
<span style="font-size:85%;">*Was angesichts der Umwelt ein mehr als verständliches Verhalten ist.</span></p>
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		<title>Ist hier nicht gegeben</title>
		<link>http://www.scheibster.de/2007/01/ist-hier-nicht-gegeben/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Jan 2007 14:16:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Hamster]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Kohl]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Tut mir leid&#8221;, sagte der Beamte mit der Helmut Kohl-Gedenkbrille und dem Kranz aus Resthaar zu dem seinem Gegenüber und gab ihm ein Blatt Papier zurück. &#8220;Eine Gemeinnützigkeit ist hier nicht gegeben.&#8221; Das ohnehin blasse Gesicht seines dünnen, rund fünfzig Jahre alten Gegenübers wurde aschfahl. Hans-Anton Kleinfeld spitzte die Lippen und drückte die Worte nervös [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Tut mir leid&#8221;, sagte der Beamte mit der Helmut Kohl-Gedenkbrille und dem Kranz aus Resthaar zu dem seinem Gegenüber und gab ihm ein Blatt Papier zurück. &#8220;Eine Gemeinnützigkeit ist hier nicht gegeben.&#8221;</p>
<p>Das ohnehin blasse Gesicht seines dünnen, rund fünfzig Jahre alten Gegenübers wurde aschfahl. Hans-Anton Kleinfeld spitzte die Lippen und drückte die Worte nervös zwischen den nikotingelben Schneidezähnen heraus.</p>
<p>&#8220;Das können Sie mir nicht antun! Ich habe einflussreiche Freunde im Gartenbauverein. Und Ihre Frau Waltraud singt doch immer mit den &#8216;Pfeifenden Bachstelzen&#8217; auf dem Sommerfest.&#8221;</p>
<p>Der Beamte, durch sein Türschild eindeutig als Enno Mullmann-Liedlich zu erkennen und für das örtliche Vereinswesen zuständig, lehnte sich zurück. Sein Hemd spannte dabei etwas und musste schnell die Abwesenheit von Deo erkennen, als Herr Mullmann-Liedlich seine Brille zurecht schob und die Arme hinter dem Kopf verschränkte.</p>
<p>&#8220;Und was, Herr Kleinfeld, soll an ihrem Verein &#8216;Feinde des Dsungarischen Zwerghamsters&#8217; gemeinnützig sein?&#8221;</p>
<p>Das aschfahle Gesicht des Antragstellers wechselte schlagartig die Farbe, und zwar auf ampelrot und erinnerte dabei ein wenig an drei Tage alte Pommes rot-weiß.</p>
<p>&#8220;Das habe ich in meinem Schreiben ausreichend dargelegt. Die Biester essen meine Zwiebeln, das <a href="http://totzumittag.dspn.de/2007/01/04/phodopus-sungorus-44/">Sofa meines Schwagers</a> und Herrn Bitterwegs Gartenlaube. Jemand muss sie aufhalten!&#8221;</p>
<p>&#8220;Sicher, sonst übernehmen sie die Weltherrschaft. Gut, dass sich jemand wie Sie darum kümmert, Herr Kleinfeld.&#8221; Der kranzhaarige Beamte befeuchtete mit Sorgfalt einen historisch anmutenden Stempel und nahm Kleinfeld das Papier wieder aus der Hand. Dann ließ mit dem Donnern all seiner Amtsgewalt den Stempel darauf herniederfahren. Kleinfeld nahm mit großen Augen und zittrigen Fingern den Antrag entgegen.</p>
<p>&#8220;Abgelehnt? Herr Mullmann-Liedlich, Sie haben&#8230; abgelehnt?&#8221; Ungläubig starrte Kleinfeld auf das vernichtende Urteil auf seinem mit so viel Leidenschaft verfassten Schreiben.</p>
<p>&#8220;Hm&#8221;, brummelte Mullmann-Liedlich, zuckte mit den Schultern und starrte sehnsüchtig auf seine Brotdose und dann auf die Uhr. &#8220;Ist schon zwölf, Herr Kleinfeld. Wir machen jetzt Mittag.&#8221;<br />
&#8220;Geben Sie mir noch eine Chance&#8221;, zischte Kleinfeld, zauberte aus seinem karierten Jackett ein weiteres Schreiben hervor und legte es dem Beamten auf den Schreibtisch. Widerwillig nahm Mullmann-Liedlich das Formular entgegen und überflog es.</p>
<p>&#8220;Kleinfeld, das ist der gleiche Text wie bei dem ersten Antrag. Was soll das?&#8221; Der Beamte blickte den Möchtegern-Vorsitzenden der &#8216;Feinde des Dsungarischen Zwerghamsters e.V.&#8217; durch die verschmierte Brille mit einer Mischung aus amtlicher Arroganz und Langeweile an.</p>
<p>&#8220;Schauen Sie, es ist nicht alles gleich!&#8221; Zittrige, gelbe Finger deuteten auf einige Stellen im Schreiben. &#8220;Es heißt nun: &#8216;Verein für medizinisch notwendige und äußerst nützliche Experimente an Dsungarischen Zwerghamstern e.V.&#8217; <em>Das</em> ist der Unterschied.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich mache jetzt Mittagspause, Kleinfeld&#8221;, sagte der Beamte und nahm einen zweiten Stempel zur Hand. &#8220;Unter diesen Umständen: Genehmigt.&#8221; Ein weiteres Donnern besiegelte den Akt. &#8220;Macht dann fünfzig Euro neunzig.&#8221;</p>
<p>&#8220;Grüßen Sie Ihre Frau recht herzlich von mir, Enno.&#8221; Alle drei Schritte einen kleinen Sprung machend, das gestempelte Formular in der Hand und fünfzig Euro neunzig ärmer verließ Kleinfeld die Amtsstube, um sich seiner neu gefundenen Lebensaufgabe zu widmen.</p>
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		<title>aakmuzs</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jan 2007 16:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Spamschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[- &#8216;aakmuzs&#8217;? Was soll das denn sein? - Ich bin ein Wortbestätigungswort. - Und was kannst du so? - Ich kann Spammer fernhalten, aber keine Idioten. Ich kann nur von Menschenaugen gelesen werden und bin sehr unwahrscheinlich. - Wie unwahrscheinlich? - Ich bin Wortbestätigungswort, kein Mathematiklehrer. Und ich bin rot. - Und irgendwie poetisch. &#8216;aakmuzs&#8217;. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>- &#8216;aakmuzs&#8217;? Was soll das denn sein?</p>
<p><em>- Ich bin ein Wortbestätigungswort.</em></p>
<p>- Und was kannst du so?</p>
<p><em>- Ich kann Spammer fernhalten, aber keine Idioten. Ich kann nur von Menschenaugen gelesen werden und bin sehr unwahrscheinlich.</em></p>
<p>- Wie unwahrscheinlich?</p>
<p><em>- Ich bin Wortbestätigungswort, kein Mathematiklehrer. Und ich bin rot.</em></p>
<p>- Und irgendwie poetisch. &#8216;aakmuzs&#8217;. Fast so schön wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cellar_door">&#8216;cellar door&#8217;</a>.</p>
<p><em>- Das ist nett von dir. Wenn du jetzt auf Return drückst, bin ich für immer verschwunden. Meine Existenz wird beendet sein, mein Zweck erfüllt. Ich würde weinen, aber ich habe leider keine Tränendrüsen.</em></p>
<p>- Dann schreibe ich etwas über dich, und es wird Menschen geben, die von dir lesen.</p>
<p><em>- Echt?</em></p>
<p>- Kein Scherz.</p>
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		<title>Kidnapping Eugen (Totti Special)</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Sep 2006 08:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Scheibster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kidnapping Eugen]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibsters Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Rakel]]></category>
		<category><![CDATA[Totti]]></category>

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		<description><![CDATA[Aristoteles saß auf der Steinbank und sinnierte, als Rakel von Elfis Imbissbude zurückkehrte. &#8220;Mensch, Totti&#8221;, sagte Rakel zum größten Philosophen aller Zeiten.* &#8220;Worüber denkst du jetzt schon wieder nach?&#8221; Rakel setzte sich, reichte Aristoteles eine Flasche Bier und machte sich schmatzend über die soeben besorgte Currywurst her. &#8220;Über Eidos, mein lieber Rakel.&#8221; Aristoteles nahm einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aristoteles saß auf der Steinbank und sinnierte, als <a href="http://scheibster.blogspot.com/2006/07/kidnapping-eugen-3.html">Rakel</a> von Elfis Imbissbude zurückkehrte.</p>
<p>&#8220;Mensch, Totti&#8221;, sagte Rakel zum größten Philosophen aller Zeiten.* &#8220;Worüber denkst du jetzt schon wieder nach?&#8221;</p>
<p>Rakel setzte sich, reichte Aristoteles eine Flasche Bier und machte sich schmatzend über die soeben besorgte Currywurst her.</p>
<p>&#8220;Über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles#Die_Substanzlehre_als_zentrales_Element_der_Philosophie_Aristoteles.27">Eidos</a>, mein lieber Rakel.&#8221; Aristoteles nahm einen Schluck Bier und beobachtete, wie sich die Sonnenstrahlen im Glas brachen.</p>
<p>&#8220;Ah, das, ja&#8221;, sagte Rakel und gönnte sich ebenfalls einen Schluck. &#8220;Ich habe Damokles bei Elfi getroffen. War da, um Bier zu holen. Mann, der hat ganz schön nach Ouzo gestunken. Aber ein schönes neues Schwert hat er.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und es schwebt immer noch über seinem Nacken?&#8221; fragte Aristoteles und blinzelte.</p>
<p>&#8220;Ja&#8221;, erwiderte Rakel. &#8220;Erinnerst du dich? Ich hatte vorhergesagt, dass Elfi heute mittag <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orakel_von_Delphi#Kr.C3.B6sus">Lamm und Schildkröte aus dem Eisentopf</a> als Tagesempfehlung haben würde.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja&#8221;, sagte Aristoteles, ohne seinen Blick von der Bierflasche abzuwenden.</p>
<p>&#8220;Totti, rate, was sie angeboten hat.&#8221; Rakel rutschte unruhig auf der Steinbank hin und her.</p>
<p>&#8220;Currywurst, wie immer?&#8221; riet Aristoteles, und Totti sprang von der Bank auf.</p>
<p>&#8220;Ja! Richtig! Aber ich habe ihr die Sache mit dem Lamm und der Schildkröte vorgeschlagen, und sie sagte, sie würde darüber nachdenken!&#8221; Rakel stützte triumphierend seine Hände auf die Hüften. &#8220;Eine selbsterfüllende Prophezeihung, Totti! Ich werde noch ganz groß herauskommen!&#8221;</p>
<p>&#8220;Selbsterfüllt, mein lieber Rakel&#8221;, sagte Aristoteles leicht geistesabewesend. &#8220;Und auch ich bin mir sicher, dass dein Name einst in aller Munde sein wird: Das Rakel von Elfi.&#8221;</p>
<p>&#8220;Der. Der Rakel.&#8221; Rakel setzte sich und verschränkte die Arme vor der Brust. &#8220;Und morgen laden wir uns bei Krösus zum Mittagessen ein!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ach, Rakel&#8221;, seufzte Aristoteles.</p>
<p>___________________________<br />
<span style="font-size:85%;">*Hätte er das mal zu jener Zeit bereits gewusst.</span></p>
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