7:0
…für den Mezcal vom Freitag.
Seit Samstagmorgen habe ich Schmerzen im rechten Fuß, und vor allem habe ich keine Ahnung woher. Zwei Alternativen: In Zukunft viel mehr Mezcal, oder noch besser: Viel weniger.
…für den Mezcal vom Freitag.
Seit Samstagmorgen habe ich Schmerzen im rechten Fuß, und vor allem habe ich keine Ahnung woher. Zwei Alternativen: In Zukunft viel mehr Mezcal, oder noch besser: Viel weniger.
Vorgestern abends das erste Mal in meinem Leben Kontakt mit Mezcal gehabt. Ausgang der Begegnung etwa 5:0 für den Mezcal*. Die dazugehörige Party war in der alten Heimat, deswegen bei den Eltern übernachtet.
Gegen 12:30 am nächsten Tag überprüft Mama Scheibster die Lebenssignale ihres Sohnes und muss sich mit einem mehrfach wiederholten “Das habe ich dir aber nicht beigebracht!” über die im ehemaligen Jugendzimmer verstreuten Kleidungsstücke des Vorabends echauffieren. Ich für meinen Teil bin froh und nicht ganz ohne Stolz, angesichts des Vorabendverlaufes nicht ebenfalls oder wenigstens in Mageninhaltsteilen auf dem Boden verstreut zu sein, sondern es bar Garderobe ins Bett geschafft zu haben. Leider lässt angesichts des Mezcal-induzierten, von einem anderen Stern stammenden Katers die Artikulationsfähigkeit schwer zu wünschen übrig.
Nach der Dusche erinnere ich mich daran, dass ich ja mein mitgebrachtes Handtuch trocken wieder mit nach Hause nehmen und eines aus dem elterlichen Haushalt zur Verfügung gestellt bekommen sollte. Das Stück Stoff, das ich als Duschhandtuch vorfinde, trägt ein Herstellerfähnchen des VEB Cottana, ist in der Tat ein zwei Jahrzehnte altes DDR-Relikt und hatte auch schon in seinen besten Tagen die unterirdische Trockenqualität eines frisch gefangenen Blauwals.** Mangels Drang, mich mehr als nötig zu bewegen, nehme ich die zusätzlichen fünf Minuten Trockenzeit in Kauf.

Real existierender Sozialismus und dieses Handtuch haben eines gemeinsam: Sie funktionieren nicht.
Zum Abschied werde ich ermahnt, doch noch ein Bonbon zu essen, falls ich von der Polizei angehalten würde. Die Ausdünstungen des Mezcal (Mezcal gegen Scheibster jetzt 6:0) sind offenbar dazu imstande, noch in zwei Meter Entfernung einen ausgewachsenen Büffel zu betäuben.
Auf dem Heimweg begegnen mir dann glücklicherweise weder ausgewachsene Büffel noch Polizei, doch eines ist mir klar: Nüchtern bleiben und nach Hause fahren haben einen gewissen Charme gewonnen.
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*Spätestens nachdem mich die Bierzeltbank ausgetrickst und mich der Schwerkraft übergeben hatte.
**Ganz richtig: Jedes andere Handtuch wäre besser gewesen.
Eines vorneweg: Ich bin kein Freund von Kitsch.
Aber das, was mein Raketenwissenschaftlerkollege, der Herr Schütz, in seinem Japan-Urlaub auf Pixel gebannt hat, strahlt eine solch ungestellte Unschuld und Harmonie aus, dass ich es an dieser Stelle zum Einläuten der Vorweihnachtszeit einfach meinen Leserinnen und Lesern mit auf den Weg geben möchte.

Bambi meets Japan-Heidi: Einfach verboten putzig.
Seid nett zueinander.
Kann mir jemand verraten, warum die Umlaufbahnen, die ich auf dem Weg zu meinem Raketenlabor befliege, während des Bahnstreiks frei sind, die Landeplatzsuche aber eine Dreiviertelstunde dauert, und wenn nicht gestreikt wird, der Orbit dicht ist, aber die Landeplatzsuche nur zwei Minuten braucht?
Der berühmteste Guerilla aller Zeiten ist mitnichten Ché Guevara, sondern King Kong.
Dass letzterer von allen für einen Affen gehalten wird, liegt alleine an einem tragischen Schreibfehler im Drehbuch von Ruth Rose.

Und sie kämpften für die gleiche Sache: Mehr Weiber Bananen für alle!