Ein flacher Uri Geller oder Warum ich keine Anzüge mehr tragen kann

Ein flacher Uri Geller oder Warum ich keine Anzüge mehr tragen kann

Gestern abend war er im deutschen Fernsehen. Die Legende der 70er und 80er, die telekinetisch Löffel verbiegen und Uhren zum Laufen bringen kann. Ein Mann, dessen bloßer Gedankenstrom in der Lage ist, dreißig Jungfrauen gleichzeitig zu schwängern.

Uri Geller.

Und er hatte einen neuen Trick. Er wollte jedem, der sich darauf einlässt, über die Glotze das Rauchen abgewöhnen. Ich fand die Idee an sich klasse. Rauch geht mir nämlich tierisch auf die Nerven, und ich sehne den Tag herbei, an dem es endlich in Deutschland verboten ist, in der Öffentlichkeit zu rauchen. Und sich alle daran halten.

Nun sagte er sinngemäß, man solle ihm tief in die (zu diesem Zeitpunkt dann unbebrillten) Augen schauen, und dann sagte er laut:

“You – quit – smoking – now!”

Oder so. Vermutlich muss man sehr fest daran glauben, damit es funktioniert. Aber er hat durchaus recht, wenn er sagt, dass es sich gelohnt hat, selbst wenn es nur bei zehn Leuten wirkt.

Vielleicht hätte er das noch auf deutsch versuchen sollen. Ich rauche ohnehin nicht, aber jetzt habe ich das Gefühl, nie wieder einen Smoking tragen zu wollen. Man stelle sich vor, jemand war im Smoking, als er das sah und musste sich daraufhin spontan die Kleider vom Leib reißen…

Womit wir zur philosophischen Frage des Tages kommen:

“Wer hat weniger Moral: Der Tabakkonzern, der Menschen mit seinen Produkten krank und süchtig macht, oder die Firma, die für das Geld des Tabakkonzerns diese Produkte bewirbt?”

Oder sind es letztendlich die Politiker, die sich zu gut entlohnten Lobby-Marionetten degradieren lassen und dem ganzen Unfug keinen Riegel vorschieben?

Jack P. und die verlorenen drei Zahlen

Jack P. und die verlorenen drei Zahlen

Wie versprochen habe ich am Wochenende Lotto gespielt. Um hier mehr bloggen zu können.

Was soll ich sagen? Gestern abend beim Überprüfen des Scheins: Ich merke mir die ersten drei Zahlen. 3, 10, 17. Schaue auf den westentaschenformatigen Ausdruck meines Quicktipps. Und sehe (in einer Reihe) 3, 10, 17. Heissa, denke ich mir, das fängt ja gut an.

Nicht dass ich wirklich glaube, dass es mir dreckig geht. Vermutlich geht’s mir besser als mindestens 90% der Weltbevölkerung. Wenn ich jammere, dann global gesehen (und alles andere wäre kurzsichtig in Zeiten der Globalisierung, und auch schon zuvor) auf einem sehr hohen Niveau. Und ich spreche hier natürlich nur von Materiellem.

Nachdem der Jackpot also kurz auf dem Schein geglitzert hat, kommt die ernüchternde Erkenntnis, dass die anderen drei Zahlen in besagter erfolgreicher Reihe wohl nicht in dieser Ziehung dran waren. Von Super-, Zusatz-, Mega- und Sonstwaszahl mal ganz abgesehen.

Mit etwas Glück kommen knapp zehn Euro heraus. Bleiben unterm Strich gute zwei Euronen minus. Soviel kostet mich dieses Mal die Hoffnung auf ein arbeitsfreies (und geldsorgenfreies) Leben.

Aber jemand anderem wurde dieser Traum erfüllt. Mit meinen zwei Euro. Unter anderem. Wer auch immer es war: Viel Spaß damit!

[Passendes Lied zum Beitrag: “The Money Song” von Monty Python]

Time & Space und was Axl Rose damit zu tun hat

Time & Space und was Axl Rose damit zu tun hat

Die Zeit verfliegt, und der unnötigste Blog der Welt setzt trotz seines jungen Alters schon Schimmel an. Muss das sein?

Nun, wenn ich den Lotto-Jackpot am kommenden WE knacke, muss das sicher nicht sein. Aber man muss sein Leben vor allem damit verbringen, es zu leben, und nicht, es anderen darzulegen.

Glaube ich zumindest.

Wenn man sich Dieter Bohlen anschaut, kann man von diesem Glauben sehr schnell abfallen. Und damit komme ich zur philosophischen Frage des Tages:

“Ist das Leben einer Person ein Nicht-Leben, wenn die Musik, die diese Person macht, Nicht-Musik ist?”

Ja, Dieter hat seinen eigenen Charme, und er hat es nach George W. als zweiter geschafft, in meinem Blog Erwähnung zu finden. Aber von Modern Talking bekomme ich seit Jahren schon Dünnschiss. Wie auch von George W.s Politik. Aber hey, wir wissen ja, dass den das mal so was von gar nicht interessiert. Mit Dieter wird das nicht anders sein.

Manchmal glaube ich, wenn das Primaten-Männchen anstatt zum Bäcker nach Washington in die Politik gegangen wäre, würde es nicht anders aussehen. Nicht das Primaten-Männchen, sondern die Politik.

Dieses soll im übrigen ein völlig unpolitischer Blog sein. Im gleichen Maße quasi, wie man behaupten kann, nicht Teil dieser Welt zu sein. Welcome to the jungle, wie es schon einst der gute Axl besang.

Oder auch beschrie. Konnte man ja öfter nicht so gut unterscheiden. Sind es die Wehen? Wird jemand erstochen? Nein, es ist Axl Rose, der gerade aus dem Dschungel kommt. Oder aus Paradise City. Wer das G’n’R-Debüt “Appetite For Destruction” sein eigen nennt, weiß, dass man beim Hören nicht zum Drogenkonsum angeregt wird, es beim Drogenkonsum aber durchaus anregend ist, die Scheibe zu hören. Kann ich mir vorstellen.

Was geht denn bitte über eine fette Party mit einem Eimer Jackie-Cola, während man zu Paradise City abmosht? Nichts, außer es gibt zwei Eimer Jackie-Cola. Danke, Axl.

Was ich noch hinzufügen muss, liebe Kinder: Drogen sind scheiße. Und wenn euch einer sagt, er kann verantwortungsbewusst damit umgehen, dann lügt er sich selbst und alle anderen an.

In diesem Sinne, hoch die Tassen, Mucke an und prost, Kasper!

Mittags in Texas

Mittags in Texas

“Life is an illusion.

Lunchtime doubly so.”

So schrob einst Douglas Adams. Und recht hat er.

Ich votiere hiermit für längere Mittagspausen. Am besten von 9-18 Uhr. Arbeit wird ohenhin überbewertet.

Aber das ist ja mit George W. genauso. Und dem ist das mal so was von egal.

Es geht los…

Es geht los…

Scheibster ist da. Mit einem Blog, den die Welt weder gefordert hat, noch je brauchen wird.

Aber so ist das ja mit George W. auch. Und den interessiert das mal gar nicht.

In diesem Sinne: Watch this space for more unsiversal blödsinn!