Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil XIX

Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil XIX

In Zeiten, in denen Raketentreibstoff immer unerschwinglicher wird, ist in meinem Raketenlabor Kostendisziplin* gefragt. Wie auch andernorts werden werden hier einzelne Raketenwissenschaftlerteams in regelmäßigen Abständen umstrukturiert und umbenannt. Wegen des allgemeinen Kostendrucks ist in solchen Fällen Kreativität gefragt, um weiterhin die richtige Fahne hochhalten zu können.


Praktisch und flexibel: Jede weitere Änderung der Abteilungsbezeichung ist im Nu umgesetzt.

Auch Schutz vor den Zündungsblitzen bei Raketenstarts oder Forschungsmonitorstrahlung muss der Raketenwissenschaftler von heute oft selbst vornehmen. Der Herr Schmidt aus meinem alten Raketenlabor hat das dokumentiert. Zu sehen ist der Herr Jamaleddine, der mit eigens besorgter Strahlenschutzbrille dem grellen Licht des brennenden Raketentreibstoffes trotzt.


Kein Fehler in der Matrix: Herr JamaleddiNeo bleibt vollkommen gelassen.

Ich für meinen Teil werde mich jetzt wieder ins kürzlich installierte Hamsterrad setzen, damit hier heute abend nicht das Licht ausgeht.
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*Auf Bullshitbingo-Neudeutsch auch gerne “cost containment” genannt.

Kitsch me if you can

Kitsch me if you can

Eines vorneweg: Ich bin kein Freund von Kitsch.

Aber das, was mein Raketenwissenschaftlerkollege, der Herr Schütz, in seinem Japan-Urlaub auf Pixel gebannt hat, strahlt eine solch ungestellte Unschuld und Harmonie aus, dass ich es an dieser Stelle zum Einläuten der Vorweihnachtszeit einfach meinen Leserinnen und Lesern mit auf den Weg geben möchte.

japan
Bambi meets Japan-Heidi: Einfach verboten putzig.

Seid nett zueinander.

Alles Gute kommt von oben

Alles Gute kommt von oben

Wanderer, kommst du nach Frankfurt, so parke deine Rakete nicht am Westbahnhof.* Warum, fragst du?

Weil das eine echt beschissene Idee ist.


Von wegen die Taube auf dem Dach ist besser als der Spatz in der Hand. Flugferkel, elende!
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*Es sei denn, du hast zuhause eine Raketenwaschanlage.

Blogführerstreik (2)

Blogführerstreik (2)

Kann mir jemand verraten, warum die Umlaufbahnen, die ich auf dem Weg zu meinem Raketenlabor befliege, während des Bahnstreiks frei sind, die Landeplatzsuche aber eine Dreiviertelstunde dauert, und wenn nicht gestreikt wird, der Orbit dicht ist, aber die Landeplatzsuche nur zwei Minuten braucht?