Lichtblick

Lichtblick

Vor kurzem war ich in Kiel, um meine bessere Hälfte dort abzugeben.* Während sie fleißig morgens lernte, ging ich am einzig wirklich schönen Vormittag an den Eckernförder Südstrand. Und zwar mit Kamera im Gepäck,** und das kam unter anderem dabei heraus.


Feuersteine in rauen Mengen, aber nur dieser eine mit Durchblick


So schön kann die Ostsee sein – morgens um 09:30, wenn noch kein Mensch da ist


Ein Muschelfriedhof


Auch tot, aber seesterniger


Ein einsamer Strandschuh

Und damit ist auch erst einmal gut. Den Rest hebe ich für muselose Zeiten auf und wünsche allen einen guten Start in die neue Woche!
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*Nein, ich habe sie nicht ausgesetzt. Ende September hole ich sie wieder ab, wenn sie brav ist.

**Das gute Stück hat sogar den hinterlistigen Anschlag einer Mineralwasserflasche überstanden. Respekt.

Kielholen

Kielholen

Ich bin dann auch mal weg für ein paar Tage. Im hohen Norden der Republik. Wird feucht und kühl, aller Vorhersage nach.

Und ich muss meine Freundin für ein Vierteljahr dort lassen, bevor ich sie aus Kiel holen kann.

Juchu.


Gutes Wetter ist für Weicheier.

Go away, punk. You made my day.

Go away, punk. You made my day.

Es scheint, als würde eine sehr leidige, nervenaufreibende Episode in meinem Leben sich ihrem Ende neigen.

Mein alter Vermieter ist einer der wenigen Menschen, die mir nicht im Dunklen begegnen sollten. Er brachte es nicht nur auf Platz Eins der Leute, denen ich alles Schlechte dieser Welt wünsche, er hat sich sogar seine eigene Schublade in diesem Blog verdient.

Falls jemand glaubt, der altersstarrsinnige Sturkopf sei verstorben, so irrt er sich. Nein, noch im Mai schickte er mir die Nebenkostenabrechnung. Und nun, nachdem ich die offenbar berechtigte Nachzahlung pünktlich und vollständig geleistet habe,* flattert mir mit einem sehr kurzen Kurzbegleitschreiben das Original der Mietbürgschaft in meinen Briefkasten.

Wow.

Es scheint, dass er entweder vergessen hat, dass die Inanspruchnahme der Bürgschaft für seine unverschämten Forderungen wegen meiner Einrede noch nicht ausbezahlt worden ist, oder dass er schlicht und einfach resigniert hat. Erstere Möglichkeit halte ich für unwahrscheinlich, da Geld vermutlich das Letzte sein wird, an das er in seinem Leben noch wird denken können. Seine Frau vergisst er sicher noch vorher.

Im Umkehrschluss heißt das, dass ich ihn tatsächlich zermürben konnte und die Gerechtigkeit schlussendlich einen Sieg feiern kann. Und so wahr ich Raketenwissenschaftler bin, das wird gefeiert werden! Und zwar am besten mit den 374,19 EUR, die er eben nicht von mir einsacken konnte.

Zur Einstimmung fehlt nur noch das passende Siegerlied. Bittesehr.


“I’ve paid my dues…”
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*…wie ich auch jede andere berechtigte Forderung von ihm stets pünktlich beglich.