Wochenendweisheit

Wochenendweisheit

Die Arbeitswoche neigt sich ihrem Ende, und ich entlasse Euch mit einem Zitat von John Cleese.

“There is only one thing in the world worse than being witty, and that is not being witty.”

Genießt die Sonne und schaut mal auf dem Hessentag vorbei!

Mein Nachbar Chuck

Mein Nachbar Chuck

Der Herr Grob hat ihm vor kurzem eine kurze Kurzgeschichte gewidmet. Die Rede ist von Chuck Norris. Die jüngeren meiner Leser und die WoW-Gamer (und die jüngeren WoW-Gamer) werden schon zur Genüge mit Wahr- und Weisheiten über ihn konfrontiert worden sein.

Doch wer ist er wirklich? Ich habe die sehr exklusive Ehre, Chuck Norris meinen Nachbarn nennen zu dürfen. Nicht nur, dass seither in unserer Gegend höchstens noch eingebrochen wird, wenn Chuck Norris gerade im Fernsehen zu sehen ist*, nein, ich erlebe ihn von seiner privaten Seite, die so ganz anders ist als das Bild, das der Volksmund vermittelt.


Das ist sein Briefkasten. Den muss er etwa zehnmal pro Stunde leeren. Wegen der ganzen Fanpost.


Und das ist mein Nachbar Chuck Norris beim Öffnen seines Briefkastens.

Mehr als diese Fotos möchte ich zunächst aus Respekt auf Chuck Norris’ Privatsphäre Zone der Angst seiner Gegner nicht veröffentlichen. Eines sei jedoch noch erwähnt: Es brauchte nur wenig Überzeugungsarbeit beim Bürgermeister, um Bad Nauheim in Kürze in Bad Roundhousekickheim umzubenennen.
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* Richtig: Denn dann kann er ja nicht zuhause sein.

Oh, wie schön ist Cordoba!

Oh, wie schön ist Cordoba!

Ja, es ist schon so eine Sache mit den Piefkes und den Zwockeln*. Man neckt sich traditionell und ist sich ungern öffentlich einig, vor allem, was die gemeinsame Vergangenheit und Kultur betrifft.

Das österreichische Kabarettistenduo Stermann & Grissemann nimmt gerade die Vergangenheit mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor und ist dabei so schön unbequem, dass sie nach dem Regierungsantritt der FPÖ (damals noch unter Jörg Haider) ein Jahr lang Wirkungsverbot im ORF erteilt bekamen.

Mindestens meine Leser aus dem Bergdeutschen werden die zwei kennen, und alle anderen sollten mal gesehen (und vor allem gehört) haben, was die Herren so unters Volk bringen.

Das unten gezeigte Schmankerl ist ein Kommentar zum Fußballweltmeisterschaftsspiel Deutschland gegen Österreich 1978 in Cordoba, das Österreich mit 3:2 gewann. Viel Spaß damit, und ein dickes Dankeschön an meinen alten Freund Andy für den Tipp.


“Eine Mannschaft, 22 Spieler…”
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* “Zwockel” in der Mainzer Bedeutung, versteht sich.

Beim ersten Mal tat’s noch weh

Beim ersten Mal tat’s noch weh

Heissa, Pfingsten!

Heissa, drei Tage hintereinander frei!

Heissa, Feiertagskraftstoffpreise!

Am Wochenende habe ich tatsächlich das erste Mal die “100-Euro-für-eine-Tankfüllung”-Schallgrenze überschritten. Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich werktäglich meiner Raketenwissenschaftlertätigkeit nachgehe.


Autsch. Das hätte ich lieber anderweitig vertankt.

Pfingstrosen in Form von Stilblüten treiben jüngst übrigens in Polen. Dort wird doch wirklich untersucht, ob Teletubbies aufgrund ihres homoerotischen Auftretens eine Gefahr für die arglosen polnischen Fernsehzuschauer der vermeintlichen Zielgruppe sind. Das erinnert mich ein wenig an das, was mein arbeitgebendes Raketenlabor derzeit veranstaltet.


Schwul oder nicht schwul? Ohne erkennbares Geschlecht schwer zu sagen. Eigentlich.*

Da scheint es mir doch, dass es Polen mittlerweile ziemlich gut geht, wenn man dort solche Angelegenheiten zu Problemen macht. Gleichzeitig demonstriert Polen damit einmal mehr seine derzeit sehr traditionsorientierte Ausrichtung.**

[Nachtrag] Zu Polens Verteidungs muss angeführt werden, dass die Kinderbeauftragte der Regierung nun attestiert, Tinky Winky würde keine unangemessene sexuelle Einstellung propagieren. Zudem war die Untersuchung an sich offenbar landesweit auf Hohn und Spott getroffen.

Da bin ich ja mal beruhigt. [/Nachtrag]
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*Die Antenne auf dem Kopf finde ich viel bedenklicher, da ihre Form auch das stilisierte, umgekehrte Symbol der Illuminaten darstellen könnte.

**Man könnte alternativ behaupten, dass sich Polen mit dieser Aktion in Sachen Intoleranz in Europa einen der vorderen Plätze sichert. Gut, dass das bestimmt nicht für alle gilt. Auf jeden Fall nicht für den homosexuellen Teil der polnischen Bevölkerung.