Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil XIV

Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil XIV

Gerade werden alle Raketenwissenschaftler meines Labors zum Antidiskriminierungs- und Gleichbehandlungsseminar eingeladen.

Ich weiß gar nicht warum. Wir behandeln hier doch alle Frauen gleich.*

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* Das ist auch nicht weiter schwierig, denn in meinem Labor arbeiten gar keine Frauen. Noch nicht einmal Offenbacher.

Auf uns, Männer!

Auf uns, Männer!

Männerabend.

[Spoiler-Warnung: Liebe Leserinnen, der nachfolgende Inhalt kann Ihr Männerbild nachhaltig beeinflussen und bisher als Klischées betrachtete Umstände bestätigen. Lesen Sie nur weiter, wenn Sie sicher sind, dieses Risiko eingehen zu wollen.]

Gestern war es einmal wieder so weit. Und zwar zünftig mit Tichu, lecker Mineralwasser für die Fahrer und einem reichhaltigen Sortiment südhessischer (und nur fast abgelaufener*) Biersorten für alle anderen.

Und in all der Unbeschwertheit, die Männerabende eben auszeichnet, plötzlich die philosophische Frage:

Warum eigentlich Männerabende?

Ist es nicht verblüffend, sich plötzlich in einem Alter und Lebensumstand zu befinden, in dem es gelegentlich mehr Spaß macht, abends länger aufzubleiben und nicht mit der Angebeteten ins zu Bett zu gehen? Nun, ja, das ist es.

Es ist die genannte Unbeschwertheit, die den reizvollen Kontrast zum herausfordernden und nicht selten von Unwegbarkeiten gesäumten Zusammenleben mit der eigenen Partnerin ausmacht. Nicht, dass wir Letzteres blöde finden. Im Gegenteil: Die meisten Männer brauchen Herausforderungen, und eben auch die, die von ihrer Partnerin ausgehen,** die uns Männern all unser Einfühlungsvermögen, Verständnis, unsere Kreativität und Leidenschaft abverlangen.

Zum gelungenen Männerabend gehören hingegen nur einige einfache Zutaten, über die generell nie Uneinigkeit herrscht: Bier, Kartenspiel, Musik und ein niveauvolles Gespräch.***

Als Beispiel ein kleines Zitat von gestern abend, das mehr sagen kann als tausend weitere Worte:

Spieler A (über Spieler B): “Also, wenn ich e Mädsche wär’…”

Spieler C (hämisch grinsend): “…dann wär’ ich lesbisch.”

Spieler B grummelt.

Spieler D: “Aber so e lesbisch’ Mädsche is’ ja auch net schlecht.”

Spieler C: “Naja, aber nur, wenn’s zwei sind.”

Darum eigentlich Männerabende.

In diesem Sinne einen lieben Dank an alle Beteiligten. Und an die Damen, die über fehlende sensationelle Enthüllungen jetzt enttäuscht sind: Die meisten Typen sind letztlich harmloser, als ihr glaubt.**** Wahrscheinlich ganz so wie der Inhalt eurer Handtaschen, oder das Geheimnis, warum ihr immer zu zweit auf Toilette geht.

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* Fast abgelaufen ist aber nicht schlimm, denn alt wird das Zeug dann ohnehin nicht mehr.

** Und offenbar lohnt es sich, sonst würden Männer das nicht seit Menschengedenken immer wieder versuchen. Das mit den Frauen.

*** Körpergeräusche sind an Männerabenden akzeptierter Teil von niveauvollen Gesprächen, wenn auch keine Notwendigkeit. Als Alternative zu Bier und Kartenspiel können auch eine halbe tote Kuh und einige Flaschen Rotwein dienen.

**** Zumindest harmloser als wir denken, dass ihr glaubt.

Deutschland, Deine Superstars

Deutschland, Deine Superstars

Selbst wenn einen DSDS so etwas von überhaupt nicht interessiert: Solange man nicht im atomsicheren Bunker sitzt, kann man dem Rummel nicht entfliehen. Noch viel weniger wird man dem von Dieter Bohlen hingeschmierten, massentauglich-kartoffeleinheitsbreiigen “Now Or Never” entfliehen können, das die hessischen Radiosender schon alleine aus Regionalstolz* seit Samstagabend nun dudeln müssen.**

Bei näherer Betrachtung muss man dem Ergebnis an und für sich allerdings zugute halten, dass mit Herrn Medlock gleich zwei (oft diskriminierte) Minderheiten einen Sieg errungen haben: Homosexuelle und Offenbacher.***

Und wenn man den kreativen Lesekünsten des Klapsenschaffners Glauben schenken darf, hat der Ausgang der aktuellen DSDS-Staffel bereits seine Spuren hinterlassen: Das “Hotel Adler” am Gießener Bahnhof nennt sich fortan “Hotel Alder“.

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*Und ich hoffe doch nur deswegen, wobei die Kritik sich mehr an Dieters vermeintliche Kompositionskünste richtet.

**Und falls es noch keiner gemerkt hat: Der englische Text kann den Offenbacher Dialekt des Sängers nicht abtöten. Phänomenal.

***Das könnte man dahingegehend deuten, dass deutschlandweit einfach zu wenige Leute Mesnchen aus Offenbach kennen. Und das ist auch gut so.

Magenta Magic

Magenta Magic

Seit kurzem weiß ich, warum die Telekomiker gerne Telekomiker genannt werden. Vielleicht muss man auch einfach nur ein wenig böse zur Telekom sein, damit die Mitarbeiter sich devot zeigen.


“Danke, dass Ihnen unser spamartiger Newsletter nicht gefallen hat.” Äh. Bitte. Gerne doch.