Sommer, Palmen, Sonnenschein

Sommer, Palmen, Sonnenschein

Gestern abend habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr mit meiner Freundin auf der Terrasse zu Abend gegessen.

Mit ihr. Nein, ich habe nicht meine Freundin gestern abend auf der Terrasse gegessen.

Die Amseln sangen (vor allem eine), es war fast noch warm, und das alles nach 20.00 und Richtung Norden. Supa!

Vielleicht kommt er ja doch noch, der Sommer.

Bückfisch

Bückfisch

Ja, die vergangenen Tage seit Ostern waren sehr kuchenreich. Da kam mir der ein oder andere Gedanke dazu, wie unsere Speisen wohl hießen, wenn die Türken im 17. Jahrhundert bei Wien nicht aufgehalten worden wären.

Kuchen wäre Dönerwelle.

Und es gäbe Bückfisch.

Und Hupen-Heidi hieße Hüpen-Leyla.

Oder so.

Und: Gäbe es Wellensittiche an der Donau, dann wäre es… Ja. Genau. Fliegender Kuchen.

Die Frau Clarkson und ich

Die Frau Clarkson und ich

Der Klapsenschaffner ist Mariah Carey. Und ich? Ich habe mal kurz mit Kelly telefoniert, da ich sie schon lange nicht mehr beim Einkaufen getroffen habe. Und wir waren uns schnell einig.

Über die Musik natürlich. Der Leif sagt, er sei auch Kelly Clarkson. Ich glaube, ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit ihr reden.


Kelly Clarkson Shares Your Taste in Music


See her whole playlist here (iTunes required)


Bienzle und das kaputte Stellwerk

Bienzle und das kaputte Stellwerk

In Berlin wird am 1. Mai traditionell ein wenig autonomes Feuer gemacht, wenn man genug autonomes Bier zu sich genommen hat.

In Frankfurt wurde diese Tradition gestern leicht abgewandelt. Die Zutaten bestanden aus einem Stellwerk, einem Stellwerkscomputer, einem Einbrecher, einer Axt und offensichtlicher Wut auf den zuvor erwähnten Computer. Das Ergebnis hat mir heute morgen eine zusätzliche Stunde auf dem Gelände des RMV eingebracht.

Neulich erst hatte der Blitz in das in langer Bauzeit erstellte vollautomatisch-elektronische Stellwerk am Frankfurter Hauptbahnof eingeschlagen. Daraufhin ging erst einmal wenig bis gar nichts mehr. Warum das so war, wird umso deutlicher, wenn man weiß, dass das Stellwerk zum Hochfahren ganze drei (!) Stunden braucht, und so lange der Zugverkehr von Hand geregelt werden muss. Und als ob das noch nicht reicht: Da, wo vorher achtzehn Leute koordinierten, arbeiten seit Inbetriebnahme des vollautomatisch-elektronischen Stellwerks noch vier (!) einsame Hansels. Nicht, dass deren Arbeit mit einem ausgefallenen Stellwerk leichter wäre als zuvor.

Es stellt sich mir die Frage, was wohl aus den restlichen vierzehn geworden ist, die wahrscheinlich auch noch mehr waren, wenn sie nicht in 24-Stunden-Schichten 365 Tage im Jahr gearbeitet haben. Hätte ich wegen eines Stellwerkscomputers meinen Job verloren, hätte ich wahrscheinlich auch Wut. Und weil ich nicht wüsste, wer die Idee mit der Kiste eigentlich hatte, und weil es doch mehr Überwindung kostet, eine Axt in einen Schädel zu hauen, knöpfe ich mir den Computer vor. Aber so richtig.

Aber das ist nur das, was ich tun würde.

[edit] Jetzt waren’s angeblich zerschnittene Kabelstränge. Na gut. Hat’s die alte Blechkiste doch heil überstanden. [/edit]

Black Box Jukebox (1)

Black Box Jukebox (1)

Kann sich noch einer an ihn erinnern?

Fin Fin.

Ein putziger kleiner Delfin, ein fliegender noch dazu. Eines der ersten, wenn nicht das erste virtuelle Haustier überhaupt. Mit eigener Persönlichkeit. 1997 kam er in die Spieleregale.

Damals war ich noch in der Berufsschule, und aus Gründen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann, hatte es Fin Fin auf den PC meines Berufsschulkumpels Björn B. geschafft. Nicht nur, dass wir Fin Fin, dem fliegenden Delfin in postpubertärer Begeisterung den Namen ein wenig abwandelten, nein, Björn probierte das Spiel tatsächlich auch aus.

Fin Fin reagierte auf das, was der Spieler ihm über ein an den PC angeschlossenes Mikrofon mitteilte. Man konnte ihn mit lauteren Geräuschen auch verstören. Dies äußerte sich dergestalt, dass Fin Fin wegflog und erst nach einer Weile zurückkehrte, wenn er sich wieder beruhigt hatte. Mit ihm spielen und nett zu ihm sein konnte man natürlich auch. Das wurde durch ein zutraulicheres Verhalten Fin Fins belohnt.

Tolle Idee, denn es lehrt die jüngeren Spieler Rück- und Umsicht mit Haustieren. Gut, dass Björn schon über 20 war, als es dann passierte, sonst hätte er bestimmt geweint.

Eines Abends, als er mit Fin Fin spielte, musste Björn niesen.

Mit voller Wucht.

Direkt ins Mikro.

Er hat Fin Fin nie wieder gesehen.

Ich glaube bis heute, dass Fin Fin an einem Herzinfarkt gestorben ist. Kurz hinter dem virtuellen Horizont. Ruhe in Frieden!

[edit] Es war eigentlich gar nicht Björn. Das mit dem Niesen. Das war der Klapsenschaffner. [/edit]