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Category: Scheibster schwafelt

Wasser predigen

Wasser predigen

Es ist schön, wenn man auch in Zeiten von Raketen- und Finanzkrisen in einem Raketenlabor arbeitet, dass ein wenig Raketenwissenschaftlerbonus auszahlt. Macht sich auch wirklich super auf dem Raketenwissenschaftlergehaltszettel.

Doch der Unterschied zwischen oben und unten auf dem Gehaltszettel treibt mir den Raketentreibstoff in die Augen. Alleine die Kirchensteuer im Februar reicht fast aus, um mir einen eigenen Pfarrer zu halten.

Am Sonntag gehe ich in die Kirche und sage dem Vertreter des Herrn, was er predigen soll. Mit allem. Inhalt, Länge, nackte Weiber. Und falls er mich nach dem Warum fragt, werde ich ihn darauf hinweisen, dass ich diese Show schließlich bezahlt habe. Und wer bezahlt, bestimmt die Musik. Oder eben die Predigt.

Jawoll.

Bad Bank

Bad Bank

Da fragte mich doch kürzlich mein alter Freund, der Herr Lichtträger, was eine “Bad Bank” sei. Als weitgereister Raketenwissenschaftler habe ich hierauf selbstverständlich eine Antwort. Der Begriff ist bestes Denglisch, und wie eine “Bad Bank” ausschaut, sieht man in Havanna.

Bad Bank
Oh Lord, won’t you buy me a Mercedes Bank…

Yo-ho-ho and a bottle of rum

Yo-ho-ho and a bottle of rum

Piratenjagd kennen wir Durchschnittsraketenwissenschaftler eigentlich nur vom Zocken oder von der Mattscheibe. Aber derzeit wird’s ernst, allerdings nicht in der Karibik, sondern vor der Küste Somalias.

Festung in Havanna

Dort überfallen und kapern Piraten mit großer Regelmäßigkeit Schiffe und erpressen Lösegeld, was nicht neu ist, und angesichts der verheerenden innenpolitischen Lage nicht verwunderlich. Den Schiffsverkehr und die Menschen, vor allem aber den internationalen Güterstrom dort zu schützen, ist also mehr als verständlich und derzeit medial sehr präsent.

So sehr auch ein kurzfristiges militärisches Eingreifen notwendig scheint, um so mehr verwundert es mich, dass keiner sich Gedanken zu machen scheint, wie man die Quelle des Übels zum Versiegen bringen könnte. Ohne externe Hilfe ist es nicht wahrscheinlich, dass sich Somalia stabilisiert. Es wird weiter fruchtbarer Boden sein für Piraten, die letztendlich auch nur Menschen sind, die versuchen, in ihrer Umgebung zu überleben, und dabei nicht von somalischer Staatsmacht oder Gesetzen eingeschränkt werden.

Kurzum: Meine Steuern (und die meiner in Deutschland versteuernder Leser) wären nur dann gut in der Bundesmarinepiratenjagd investiert, wenn sich daran ein Aufbauprogramm für Somalia anschließt. Passiert dies nicht, werden die Piraten so schnell wieder da sein, wie die ausländische Kriegsmarine verschwunden ist. Eine dauernde Präsenz von Kriegsschiffen würde zwar Sicherheit, aber ebenso Millionen und Milliarden an Kosten garantieren, die man auch anders verschwenden investieren könnte.

Aber auf mich hört ja keiner. Jedenfalls keiner, der es ändern könnte.

Schweine, bucht!

Schweine, bucht!

Ich bin dann mal absent, aber dieses Mal nicht, weil ich in meinen Raketenlabor verbrannt werde forsche, sondern weil ich zwei Wochen auf Kuba weilen werde.

Dort schaue ich anderen beim Marathon zu, erforsche Havanna, ein wenig von der Insel und zum Schluss noch die Welt aus Strandrückenlagensicht in Varadero.

Sollte ich nicht zurückkehren, hat es mir entweder zu gut gefallen, oder ich bin bei meiner geplanten Nachstellung der Invasion in der Schweinebucht erwischt worden.