Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil XX

Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil XX

Es soll keiner sagen können, Raketenwissenschaftler seien nicht kreativ. Einer meiner neuen Raketenwissenschaftlerkollegen, der Herr Gindra, hat im Sinne der Umweltfreundlichkeit eine energiesparende Innovationssensation einfach eben so aus seinem Ärmel gezaubert:

Den Montgolfiereimer.


Mindestens dreißig Zentimeter Flugweite dank Thermik und den anderen Gesetzen der Physik: Herr Gindras Montgolfiereimer

Das Prinzip ist bestechend einfach: Eine leere Mülltüte in einem leeren Müllereimer verbringen und das Werk danach auf die Klimaanlage oder Heizung stellen. Funktioniert zwar nur, wenn geheizt wird, eignet sich aber prima für Laborwettbewerbe à la “Wer kriegt seinen Eimer am schnellsten hoch?” oder “Wer hat die größte Tüte?”, kurzum den Reiz der archaischen Zonen des (männlichen) Raketenwissenschaftlerhirns.

Ein echter Teufelskerl, der Herr Gindra.

Und wer jetzt behauptet, das sei alles Zufall gewesen und der Herr Gindra habe einfach nur Glück gehabt, der ist ein alter Spielverderber.*

Jawoll.

_____________________
* Zumal viele der größten Erfindungen der Menschheit in ihrer Entstehung dem Zufall zuzuschreiben sind. So war die Klobrille zunächst eigentlich nur ein defekter, unabsichtlich durchgesessener Klodeckel, der sich dann aber als nettere Alternative zur nackten Keramik erwies.

Oh Lord, won’t you buy me…

Oh Lord, won’t you buy me…

Reich zu sein hat durchaus seine Sonnnenseiten. Zum Beispiel kann man sich einen Chauffeur leisten, der einen in der eigenen britischen Nobelrakete herumkutschiert.

Aber wo Licht, da auch Schatten: Is’ ganz schön blöde, wenn der Chauffeur mal frei hat.


Der Einparkassistent von Bentley hat noch Optimierungspotenzial

Smile, you were on TV

Smile, you were on TV

Oha.

Da ist man mal ein paar Tage hochbeschäftigt und ein paar Tage krank, und schon verpasst man das Beste.

Der werte Herr Hladek von der Frankfurter Neuen Presse* hat tatsächlich in der Printausgabe etwas über diesen Blog geschrieben, und das auch noch sehr charmant.** Ich finde das ganz prima und sende an dieser Stelle herzliche raketenwissenschaftliche Grüße in die Redaktion.

Der Artikel ist hier zu finden. Mit Verlaub darf ich ein wenig Zitieren, und um Schadenersatzklagen vorzubeugen zugleich zum Abonnieren der FNP auffordern.***

Aktivitäten: Scheibster bloggt nicht täglich, und doch wird er sehr stark kommentiert („Senf“). Die Leser halten sich an einen ironisch-förmlichen Ton. Die raketenkompetente Auskunft, Herumpfuschen mit dem Raum-Zeit-Kontinuum verbiete sich, weil man dann „aussieht wie Michael J. Fox“, finden wir böse und wünschen uns mehr Geflochtenes à la Hofstadter wie in der Reihe „Kidnapping Eugen“: trockeneisgebadete Zeitreisen zu Aristoteles und Captain Grimm.

Ich denke erst einmal darüber nach, ob ich mich jetzt zu Recht geschmeichelt oder völlig überbewertet fühlen darf. Und ich wünschte mir, dass Größen wie Paris Hilton oder George W. das auch einmal tun würden. Bezüglich ihrer selbst. Mich kennen sie vermutlich nicht.

Aber wer weiß? Schließlich sprach mich erst neulich Liv Tyler im örtlichen Toom-Markt an. “You are Scheibster, aren’t you?” Ja, sagte ich, und richtete Grüße an ihren Papa aus.

Aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.

_____________________
* Oder sollte es korrekt heißen “[…]von der ‘Frankfurter Neue Presse'[…]”, weil der Zeitungsname als eigenständiger Begriff angesehen werden muss? Irgendwelche Deutschasse und Grammatikpropheten hier?

** Und das, obwohl er mein seitenlanges Traktat, das seine mir gestellten Fragen beantwortet, leider aus organisatorischen Gründen nicht berücksichtigen konnte.

*** Offensichtlich steht ja einiges Gescheites drin.

Pfundstücke

Pfundstücke

In alten Fotos herumzukramen ist ein unglaublicher Erinnerungsbeschleuniger. Erlebnisse erscheinen für einen kurzen goldenen Moment, als seien sie erst gestern oder vorgestern gewesen.

Ich erinnere mich an den Wind. Den Geschmack des schottischen Fastfoods. An die Schwierigkeit, bei schottischem Wind und mit fastfoodfettigen Fingern den fiesen Föhnscheitel in Form zu halten.

Herrlich. Einfach herrlich.


Abschlussfahrt in Edinburgh, Herbst 1994: Fish & Chips für Anfänger. Lecker war’s.

Smile, you’re on TV

Smile, you’re on TV

Entspannt euch. Ich bin nicht im Fernsehen, und ihr seid es auch nicht. Nun, noch nicht.

Heute hatte ich eine nette Anfrage der FNP in meinem Pixelpostkasten. Überrascht war ich alleine von der Tatsache, dass diese E-Mail nicht einen einzigen Ortografie- oder Interpunktionsschnitzer enhielt.* So etwas habe ich schon Jahre nicht mehr gesehen. Schon nur deswegen musste ich die Hosen gegenüber der Presse virtuell herunterlassen.

Falls dieser Blog tatsächlich journalistisch betrachtet im Web auftauchen sollte (vielleicht hier), wird die hiesige Selbstbeweihräucherung natürlich noch ganz andere Formen annehmen.

Ha! Scheibster bekommt seine 15 pixels of fame. Sauber. Nun, äh, vielleicht.

______________
*Das überflüssige Hektik-ö in “grundsätzlöich” sei Ihnen verziehen, Herr Hladek.