Staffellauf

Staffellauf

Es wäre sonst auch langweilig geworden: Endlich wieder ein Fragenkatalog, dieses Mal jedoch ein blogspezifischer. Den hier fülle ich auf Wunsch des Klapsenschaffners aus.
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Warum bloggst Du?
Dazu gebracht hat mich die Tatsache, dass ich ohne Anmeldung in diesem Blogverein keine Kommentare beim Klapsenschaffner hinterlassen durfte. Die näheren Beweggründe habe ich hier bereits dargelegt.

Seit wann bloggst Du?
Seit April 2006.

Selbstportrait:
Ich bin wie ich bin, bin ich. Raketenwissenschaftlern mit Hang zu Musik mit Steinen drin, unpolitischen Blogbeiträgen und universalem Schwachsinn.

Warum lesen Leute Deinen Blog?
Einige, weil ich sie dazu nötige. Andere vielleicht aus Versehen. Dann gibt es da noch die Phantom-Leser, die nie kommentieren. Ich sollte mal eine Umfrage starten. Damit werde ich die Heimlichen aber auch nicht aus der Reserve locken.

Welches war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
Wie in aller Welt bekomme ich das heraus?!? (Die erste hilfreiche Antwort wird prämiert und diese Antwort dann ergänzt.)

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Da ich die Aufmerksamkeit nur anhand der Antworten zählen kann, und die Statistik aufgrund der insgesamt noch recht beschaulichen Lesergemeinde nicht verlässlich ist, sage ich mal: Dieser hier.

Dein aktuelles Lieblingsblog?
Wenn man die Vetternwirtschaft mal außer Acht lässt, ist es das Werk vom Herrn Grob, auf dass ich immer wieder gerne zurückkomme. (Jetzt nicht enttäuscht sein. Es gibt vieles Interessantes dort draußen, aber die Frage ist eben so doof gestellt.)

Welches Blog hast Du zuletzt gelesen?
Das vom Klapsenschaffner. Deswegen ja auch der Fragebogen.

Wie viele Feeds hast Du gerade abonniert?
Solche Schweinereien mache ich nicht. Nicht, weil ich nicht weiß, wie’s geht, nein, weit gefehlt! Ich finde “persönliche” Besuche einfach erfüllender.

An welche vier Blogger gibst Du das Stöckchen weiter und warum?
1. Frau Schroth, auf dass endlich mal Inhalt ihren Blog befülle
2. Frau Su, weil die schon lange keinen Fragebogen mehr ausgefüllt hat
3. Herrn Grob, weil mich die Antworten einfach interessieren
4. Frau Diva, damit sie nach ihrem Urlaub gleich etwas zu tun hat
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Damit hat der Scheibster seine Schuldigkeit getan. Haut rein!

Der Apfelwein fällt nicht weit vom Stammtisch

Der Apfelwein fällt nicht weit vom Stammtisch

Gestern abend war ich in einem alteingesessenen Gasthof in einem Nachbarort. Das ist dort, wo Jan und ich vor kurzem feierten. Währen mir ein wenig blümerant wurde, als ich die Rechnung für eben jene Festivität sah, hat mich eine Sache davon abgelenkt und in eine freudige Nachdenklichkeit über Heimatverbundenheit versetzt.

Das Schild am Stammtisch.

“Häi setze däi, däi immer häi setze”* – Das gerollte “R” in “immer” lässt sich leider nicht schreiben. Warum auch? Wo dieses Schild hängt, wird es ja ohnehin gerollt.

Ich hatte ziemliche Mühe, angesichts des so versprühten rustikal-hessischen Charmes nicht gleich einen Sauergespritzten zu bestellen. Auch wenn ich noch viel mehr von der Welt sehen will, als ich das bisher getan habe: Heimat ist etwas Tolles.

Und wer jetzt behauptet, Apfelwein schmecke blöde und ich sei einfach nur ein langweiliges Landei mit Hang zu Sentimentalität und Lokalpatriotismus, der ist ein Spielverderber.

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*“Hier sitzen die, die immer hier sitzen.”

Alles vergebens

Alles vergebens

Da habe ich doch von meinem virtuellen Fensterbrett aus etwas Neues entdeckt.

Sollte es Menschen geben, die jahrelang gegen Vorurteile wie “Frauen shoppen gerne, vor allem Schuhe, vielleicht auch noch in Stilettos” oder “Frauen sind versessen auf die Produkte der großen Mode-Designer” oder “Frauen mögen gerne alles in rosa und pink” oder “Frauen reden gerne und viel und vor allem ohne Punkt und Komma” oder “Frauen gehen gerne zu Douglas (auch wegen der feschen Wachmänner davor)” gekämpft haben: Es ist alles vergebens.

Ja, Frau Diva schafft es in einem Blogbeitrag beinahe alle diese Klischées zu bestätigen, und hat alleine deswegen eine Erwähnung an dieser Stelle verdient.

Und der Pretty in Pink-Award des Monats geht an...Aber jetzt aber glaubt, ich reite hier selbst auf Klischées und der armen Frau Diva herum, der irrt sich. Denn nicht alle Klischées finden sich bestätigt.* So ist z.B. das Layout höchstselbst designt und wechselt auch fröhlich. Ortografie und Grammatik sind nichts, was anderen passiert, und mit Bildbearbeitung kennt sich Frau Diva auch bestens aus. Weiter gehende Urteile mag ich (noch) nicht zu fällen, aber einen zweiten Blick ist das Werk allemal wert.

Vielleicht kann ich der Menschheit noch etwas Gutes tun und sie sanft darauf hinweisen, dass das Zwangsklicken von Java-Messages nicht gut für den Kreislauf von Web-Senioren wie mir ist. Weil es mit der Unausweichlichkeit von Klingelton-Werbung auf Musiksendern einiges gemein hat.

Wie auch immer, wer von viel Rosa und Pink keinen Augenkrebs kriegt, sollte reinschauen und den liebevoll-ironischen Umgang mit den vielen Klischées genießen.

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*Auch Frau Diva besteht darauf.

Wie sie fallen

Wie sie fallen

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen, heißt es. Darum feierten Jan und ich am Wochenende unseren 60. Sozusagen. Jan kenne ich mittlerweile seit zwanzig Jahren, und es war einfach an der Zeit, dass wir überhaupt und sechzig Jahre geballte Lebenserfahrung zusammen feiern.

Das Ergebnis unserer Planungsmühen war eine sehr schöne Party mit vielen alten und neuen Freunden. Allen, die dabei waren, gebührt mein Dank für die mitgebrachte gute Laune. Die hat immerhin dazu geführt, dass ich erst um 5:30 Uhr am gestrigen Morgen ins Bett fallen konnte und mir deshalb heute Urlaub wünsche. Mehr als sonst.

Keinen Dank gebührt dem doofen Taxi-Fahrer, der unsere (leicht zu findende) Gaststätte nicht fand, seiner Zentrale gegenüber das aber nicht zugeben konnte. Besonderer Dank gebührt der Gaststätten-Angestellten, die meine Freundin und mich dann nach Hause gebracht hat.

Als Schmankerl gibt es einen Schnappschuss eines feiernden Raketenwissenschaftlers…

...enter night...“Exit light…”
Blackbox Jukebox (2)

Blackbox Jukebox (2)

Manchmal, wenn der Klapsenschaffner und ich aufeinandertreffen, gibt es so etwas wie eine kreative Kernfusion unserer Gedanken. Sehr oft fusioniert dabei ausgemachter Blödsinn. Ein literarischer Kreis wird vermutlich nie aus uns werden, aber zum “Katastrofal* Komödiantischen Kaffeekränzchen (mit Rotwein)” wird es allemal reichen.

Der Herr Grob hat mit seinem Urlaubskurzbericht mir ein Geschöpf wieder vor Augen geführt, dass die Stunde seiner Geburt schon vor einigen Jahren hatte. Wenigstens zwischen dem Klapsenschaffner und mir ist er zum Klassiker avanciert und hat deswegen einen Beitrag an dieser Stelle verdient.

Es handelt sich dabei um ein Gegenkonzept zu der Fernsehserie “Flipper”. Unsere Serie sollte sich um Ripper, den bösartigen Bruder von Flipper drehen.

“Mama, warum trägt der Delfin dort eine Augenklappe?”

“Mama, Mama, warum grinst der Delfin so böse?”

Ripper, der fiese Delfin
“Mama, Mama, Mama, der Delfin hat mir einen Arm abgebissen!”

All das wären die Schlagworte für seine blutigen, hinterhältigen Auftritte gewesen. Und man hätte singen können.

“Ripper, Ripper, Feind aller Kinder! Jeder kennt ihn, den fiesen Delfin!”

Oder, wie der Herr Grob schrieb: “They call him Ripper, Ripper, faster than lightning! No one you see, is fieser than he!”

Und wer jetzt behauptet, Ripper sei doof und langweilig, dem sei gesagt, dass ich für diesen Post sogar Haue von meiner Freundin riskiere. Die mag Delfine nämlich und kann ganz schön feste zutreten.

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*Oder was sagen die Rechtschreib-Reformanten dazu?