Archiv für die “Scheibster schillert”-Schublade

Ich weilte weiland* in Mailand.
Ich suchte dort den Heiland,
doch ich fand (Allerhand!)
nur Mailänder Tand**.

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*Alte Wörter vor dem Vergessen zu retten ist ein aktueller Trend, dem ich hier gerne folge. Gerngeschehen, altes Wort.
** Was soll der Geiz, das rette ich auch! Sogar auf die Gefahr hin, dass Sie jetzt sagen, ich rettete schlicht jeden Tand.

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Wenn Winter ist im Odenwald,
dann werden schnell die Hände kalt,
zumal, wenn man sie unbedeckt
(zum Beispiel) in ‘nen Schneemann steckt.

Solch leichtsinnig’ Verhalten
bei Wetter (also, kaltem) –
kann sein, dass dich’s bei Bodenfrost
ganz schnelle deine Hände kost’.

Drum schütz’ dich, wenn es friert (recht dolle)
mit einem Überzug aus Wolle,
halt’ alles, was dir wert, verpackt –
und zeig’ dich nur im Warmen nackt*!

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*Nackte Hände finden zumeist ohnehin nur dann Anklang, wenn sie falten- und haarfrei sind.

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Das alte Jahr ist nun zu Ende.
Es klatschen alle in die Hände,
dass der ganze große Mist
nun endlich vergangen ist.

Wir rauschen* rein ins neue Jahr
mit Rumms! und Bamm! und Ufftata!
mit gutem Vorsatz, Sekt und Blei,
‘ner neuen Liebe (oder zwei),
vielleicht auch glücklich mit der alten**
(und sicher mit ein paar mehr Falten).

Alles gar soll besser werden,
Euro, GroKo, Wurst von Pferden –
am besten wär’s, wenn ich am Schluss
rein gar nichts dafür machen muss!

Das zu glauben, fällt mir schwer,
Faulheit hilft nicht allzu sehr,
auf jeden Fall in dem Fall nicht
(der and’re fällt nicht ins Gewicht).
So denn, pack’ an und sei aktiv,
dann wird auch dein Jahr positiv!

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*Einige von Ihnen rauchten auch möglicherweise ins neue Jahr, mit Rücksicht auf den Rest und mich möchte ich dieses Werk jedoch teer- und nikotinfrei halten.

**Ganz richtig: “…mit der Alten” hätte auch gepasst.

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Willkommen in der Herbst- und Schnupfenzeit! Ich wollte nur kurz klarstellen, dass ich noch lebe.

Ich wünsche dir Gesundheit
und ein langes Leben
und hoff’ du schnäuzt beim Schnäuzen
nicht so oft daneben.

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Aus den Untiefen des wunderbaren Gospelchores meiner besseren Raketenwissenschaftlerhälfte erreichten mich unlängst weitere fünf Worte. Hitzewelle, Pausenclown, Wandtattoo, Junggesellenabschied und Cowboystiefel warten nun auf Verdichtung. Ich bin vermutlich genauso gespannt wie Sie auch.

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Erst neulich ging ich an den Main,
die Cowboystiefel einzuweih’n.
(Sie hatt’ ich in den Niederlanden
für einen fairen Preis erstanden.)

Und als ich dort so stiefeln tat,
bat mich ein Pausenclown um Rat.
(Er trug viel Schminke im Gesicht
und aß ein Pausenschnellgericht.)

Er sagte, er wär’ Junggeselle
(und das bei dieser Hitzewelle),
und tät’ gern’ Frauen imponieren.
Was könnte ich rekommendieren?

(Ich tät’ fesche Stiefel tragen,
darum würde er mich fragen.)
So sagte ich ihm: “Hör’ gut zu:*
Ein Schwedenmöbel-Wandtattoo!”

Das hätt’ bei mir (in Massen!)
die Damen schwach wer’n lassen.
Meine Stiefel, allenfalls,
hielten sie mir nun vom Hals.

Er dankte mir für diesen Tipp
(die Stiefel wären wirklich hip),
aß auf sein Pausenschnellgericht
und reinigte sein Clownsgesicht.

Nun begann er kurz zu weinen,
eilte dann zurück zu seinem
Junggesellenabschied und
rief mir nach: “Mensch, bleib’ gesund!”

Mir kam das befremdlich vor.
(Ich steckte mir Musik ins Ohr,
gab meinen Stiefeln fest die Sporen
und wusste: Frankfurt ist verloren!)

Wer jetzt schreit: “Jenes Gedicht –
die Moral erkenn’ ich nicht!”,
dem sei gesagt, und zwar ganz platt:
“Das ist so, weil’s mal keine hat!”

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*Eigentlich sagte ich “Horschemaa…”, aber das reimt sich hier leider nicht.

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Zählt und kostet nix.