Archiv für die “Scheibster schwärmt”-Schublade

Ja, ganz richtig, hier ist seit geraumer Zeit noch weniger los als gewöhnlich. Der Grund ist ein sehr, sehr wundervoller: Seit 13.01.2012, 00:12, bin ich nicht nur mehr Raketenwissenschaftler, sondern auch Raketenwissenschaftlernachwuchspapa!

Die Minirakete heißt Zoe Marie*, und ich weiß schon jetzt, dass das hier eine spannende Expedition in einen neuen Lebensabschnitt für mich sein wird. Es ist es bereits. Bis ich mich an die neue willens- und lautstarke Raketenwissenschaftlerheimbasismitbewohnerin gewöhnt habe, wird sicher noch eine Weile vergehen. Bis dahin wird es hier so ruhig bleiben. Ganz im Gegensatz zu meiner Raketenwissenschaftlerheimbasis: Die ist jetzt voller Leben!


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*Ja, es ist dann eben doch nicht “Herr Schmidt” bzw. “so wie ich” geworden, wobei “Zoe Marie” und “so wie ich” meines Empfindens nach durchaus gewisse klangliche und rhythmische Ähnlichkeit besitzen.

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Kürzlich bekam ich Post, und zwar ganz altmodisch im Briefkasten an der Tür. Das ist mittlerweile eher selten, insbesondere, wenn es erfreulicherweise weder Rechnung noch Werbung ist. Wenn der Inhalt dann noch musikalisch und derart gelungen ist, so schreibe ich hier auch gerne darüber.*

Die Herren Krohn und Bornée von KonFerenz haben zugeschlagen, bereits zum dritten Mal. Und, mein lieber Herr Gesangsverein, reinhören lohnt sich! Diese Worte sind umso wertvoller, als dass sie aus der Feder eines Rockers mit Leib und Seele kommen, und KonFerenz vor allem unter NuJazz und Electronica einzuordnen sind.


Erwischt, und zwar in flagranti auf dem Raketenwissenschaftlerheimlaborschreibtisch.

Während der erste Track nahtlos an das großartige Vorgängeralbum “intakt” anknüpft, wird spätestens ab Nummer Zwo klar, dass die musikalische Reise durchs urbane Nachtleben in viele Richtungen weitergeht. Das vergrößerte Ensemble der Gaststimmen und -instrumente (die samtig-soulige Chinaza, mit wundervoller südeuropäischer Emocion Liza da Costa von Hotel Bossa Nova, Klaus Jatho jazzig-lässig am Blasmetall und bis hin zur Rockigkeit gitarrezupfend Jens Tausch und Andreas Twele) hat erfrischende Spuren im großstädtischen Musikasphalt hinterlassen. “in flagranti” bleibt dabei ein harmonisches und harmonieverwöhntes Gesamtkunstwerk, ohne in Homogenität abzudriften. Lässigkeit, Melancholie, Emotion und reine Spielfreude fließen Hand in Hand, oder besser: Ton in Ton durch den Äther und meine Ohren.

Nebenbeilaufenlassen funktioniert, ist aber viel zu schade. “Active Listening” möchte ich für “in flagranti” wärmstens empfehlen! Und ja: Gute Musik wie diese verdient es, gekauft zu werden.

Vorher und überhaupt einmal reinhören kann man außer in meinem Raketenwissenschaftlerwohnzimmer übrigens hier und im Video unten.


KonFerenz – In Flagranti

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*Bevor jetzt jemand denkt, ich mache hier entgeltlich Werbung: Das wäre schön. Meine Kohlen muss ich aber immer noch mit Raketenwissenschaft verdienen. Und eigentlich wäre es doof, wenn hier Mammon und nicht mehr Idealismus und Leidenschaft regieren würden und das hier kein Sanktum wider den alltäglichen Konsum- und Kapitalismuswahn mehr wäre.

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Verträumt betrete ich den Zug,
da seh’ ich dich, die schönste Frau,
von Kopf bis Zeh und via Bug,
ich bin ganz wach, hin, weg und wow!

Haar voll strahlend Glanz wie deines
sah ich dieses Jahr noch keines!
Lippen, Augen, Nase, Wangen –
zu perfekt mehr zu verlangen!

Dass ich dich treffe – naja, sehe,
muss Schicksal, Fügung, sonstwas sein!
Du bist nun ganz in meiner Nähe.
Ach, könnten wir zusammen sein!

Mit deiner elfengleichen Hand
fährst du durchs Haar, übers Gewand.
Unbändig steigt in mir die Lust,
es klebt mein Blick an deiner Brust!

Dann stehst du einfach auf, steigst aus,
nach draußen, weg, au revoir,
gehst ins Büro oder nach Haus –
nur ich sitze verträumt noch da.

Dich, dich werd’ ich nie vergessen,
bin von dir völlig besessen,
spür’s tief in meines Herzens Grunde –
für wenigstens ‘ne Viertelstunde!

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Vor knapp drei Jahren hatte ich ihn noch zusammen mit den Herren Lichtträger und Nachtwächter in Gießen bestaunen dürfen. Ich wurde Zeuge, wie der Mann, den viele zu den einflussreichsten Gitarristen seiner Zeit zählen, eins mit seinem Instrument wurde und dem Bluesrock Seele verlieh. Seit heute weiß ich, welch eine gute Entscheidung es damals war, dieses Konzert zu besuchen, denn seit gestern ist Gary Moore leider nur noch Teil der (Rock-)Musikgeschichte.

Rest in peace & Rock on in heaven, Gary.

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An dieser Stelle einen ganz herzlichen Weihnachtsgruß an alle dort unten auf der Erde, und lasst euch gesagt sein: Schneematsch sieht hier oben viel schöner aus, als wenn man unten drin herumsteht.

Apropos Schnee: Das Universum hat Humor, zumindest in meinem bescheidenen Mikrokosmos. Nun ist ein Besuch beim Proktologen per se keine angenehme Sache, aber in diesem Falle für einen herzlichen Lacher im Nachhinein gut. Nämlich dann, wenn der Proktologe in Pohlheim praktiziert, es draußen arschkalt ist und man über “The Day After Tomorrow” spricht.

Zudem muss ich auf ein musikvideotisches Meisterwerk aufmerksam machen, dass in meiner Heimatregion entstand und dass ich durch meinen lieben Freund und Meisterlogistiker Dennis F. kennegelernt habe. Passend zu jeder lustlosen Gelegenheit. Wer also an Weihnachten Familienfeierstress und Besinnlichkeit akustisch-metalmäßig den Stinkefinger zeigen mag: Et voilà!

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Zählt und kostet nix.