Beiträge zu “Drogen”

Ich habe es so gewollt, und Murmeltier Phil hat zugeschlagen, als Erster vor und neben einigen anderen. Und das alles nur, weil er in Afrika einen eigenen Stamm gründen will, wenn ich das richtig verstanden habe. So kommt es denn eher vom Schwarzen Kontinent denn von ungefähr, was Phil sich wünscht: Malariaprophylaxe, Klappspaten, Pickup, Okavango und Gin Tonic sollen’s sein. Na denne.

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Ein Jäger stellte demletzt fest
(er war beim Revier durchstreifen):
Verkehr im Wald sei eine Pest
und er brauche Zebrastreifen!

Jogger, Rehe, Keiler, Hasen,
die täten wild und neuerdings
einfach durch die Wälder rasen
und kännten* nicht mal rechts vor links.

Der Jäger packte also schlau
in seinen Koffer sein Gewehr,
auch die Maria (seine Frau),
ja, völlig ohne Gegenwehr.

Auf seinen Pickup legt er schnell
das Gepäck mit Frau und Flinte,
tankt noch den Wagen voll bei Shell
und sich selbst in einer Pinte.

Nach elf Gin Tonic, wunderbar,
geht der Jägersmann auf Achse.
Der Alkohol dient, sonnenklar,
der Malariaprophylaxe.**

So wankt er schnurstracks aus der Pinte,
und erschreckt arg, als er sieht:
Da steht Maria mit der Flinte,
die böse das Gesicht verzieht.***

Der Jägersmann war schwer besoffen,
doch  Maria, die er hart
per Klappspaten am Kopf getroffen,
war nun wach und voll in Fahrt.

Er wolle doch nach Afrika,
in Deutsch-Südwest die Zebras jagen,
mit Halali und viel Trara
und mit Maria und dem Wagen.

Die Zebrastreifen könnt’ er nutzen,
für den Verkehr in seinem Wald,
für Jogger, Hirsche, wilde Wutzen:
Dann würde alles besser, bald!

In Marias Augen war ein Anflug
von Verständnis und sie zog
‘ne Braue hoch und dann den Abzug:
Waidmanns Heil, der Jäger flog!

Gewiss, er flog nicht wirklich weit
und böse blutend weg nach hinten,
doch dachte er den Rest der Zeit
an Zebras, Jogger und an Flinten.

Und Maria, die flog auch, jedoch
lebend und nach Afrika,
vergaß den Jäger mit dem Schussloch
und lebte fröhlich immerdar.

Auf ihrer aller Rettung Feier
(und geseh’n am Okavango),
da tanzten hundert Zebras heuer
mitsamt ihrer Streifen Tango.

Die Moral aus diesem Vorfall
ist sehr einfach zu efassen:
Hast du ‘nen Jagdschein und ‘nen Knall,
solltest du das Jagen lassen!

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*Ja, staunen Sie nur über die wilden, unerforschten Formen deutscher Grammatik! Ein “würden … kennen” wäre mir sicherer gewesen, hätte sich aber nicht gereimt und einen inakzeptablen Metrikunfall verursacht.

**Nichts gegen Vorsorge, doch lesen Sie hier bitteschön “Malar-j-aprophylaxe” statt “Malar-i-aprophylaxe”. Falls Ihnen das schwerfällt, so denken Sie einfach an “Biene Maja-Prophylaxe”. Das klingt zwar absurd, aber es hilft.

***Maria, nicht die Flinte.

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“Gehe nicht!”, sagte ich zu ihr. “Wenn du stirbst, so ist es, als stürbe ein Teil von mir. Ich ertrage den Schmerz nicht!”

“Es tut mir leid”, sagte sie. “Aber es gibt keinen anderen Weg. Lebe wohl!”

Zahnwurzeln können so gemein sein!*

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*Autsch!(!!) An dieser Stelle einen herzlichen Dank an den Erfinder von Paracetamol. Und ein “Mann, du kannst ja gar nix!” an den Erfinder von Ibuprofen.

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Es ist so einiges in der Pipeline. Alles andere wäre auch verwunderlich angesichts der Dauer meiner Abwesenheit.

Die folgenden fünf Worte wurden mir während einer Busüberlandreise auf kubanischem Boden vorgelegt, auf dass ich sie verdichten möge. Man behalte dabei im Hinterkopf, dass es auf Kuba mehr Rum gibt, als man als Raketenwissenschaftler trinken kann. Oder zumindest sollte. Deshalb auch der geringe Schwierigkeitsgrad mit Schnee, Maus, Fuß, Wegweiser und Apfelbaum.

Und: Niemand streicht hier Rosa.

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Vorgestern Nacht in meinem Traum
ging ich zu Fuß über ein Feld
bis hin zu einem alten Baum.
(Fürs Taxi fehlte mir das Geld.)

Dort an des Baumes Fuße traf
ich eine Maus mit einem Hut.
Der Nager saß da still und brav.
(Die Kopfbedeckung stand ihm gut.)

“Hallo, Herr Maus!”, brach ich das Eis.
“Wie geht’s dir denn auf diesem Feld?”
“Es muss”, sagte die Maus ganz leis’.
“Und wie geht’s dir so ohne Geld?”

Ich sagte dann: “Sag’ mal, der Hut,
der tut mich etwas irritieren.”
“Der ist für viele Dinge gut –
bei Schnee muss man nicht dolle frieren.

Fällt ein Apfel mal nach unten
(dank Newton und dem Apfelbaum),
so schützt der Hut vor bösen Wunden:
Den Aufprall, den bemerkt man kaum.”

Ich musste weiter, fragte heiser
wohin ich hier noch gehen könnte.
Sie zeigte mir einen Wegweiser,
auf den ich mir zwei Blicke gönnte.

Die Maus zog freundlich ihren Hut,
und ich von dannen, doch der Baum
warf einen Apfel (ziemlich gut):
Zu Ende waren Maus und Traum.

Und die Moral von der Geschicht’?
Vom TÜV geprüft war der Hut nicht!

Memorial José Marti
Memorial José Marti, Havanna: Aasgeier hoch oben, ohne Hut.

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“Meine Küche stellt mich dar, als hätte ich ein Alkoholproblem.”

[nachträglichdranrumfummel] Es ist übrigens eine, nicht aber meine Küche. [/nachträglichdranrumfummel] 

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Während die Deutsche Krebshilfe ein bundeseinheitliches Rauchverbot fordert und ich als leidenschaftlicher Nichtraucher das auf den ersten Blick für eine prima Idee halte, so muss ich doch gestehen, dass man auch einen anderen Weg gehen kann.

Einen Weg, der Bundeshaushalt und Rentenkassen sanieren würde und am Ende vielleicht sogar die gute alte Pendlerpauschale retten oder zumindest eine Senkung der Raketensteuer herbeiführen könnte.

Raucher belasten durch ihre suchtbedingten Krankheiten die Krankenkassen während ihrer Lebenszeit intensiver als Nichtraucher, allerdings zahlen sie für jedes Päckchen Kippen auch ordentlich Steuern. Wegen ihres im Durchschnitt kürzeren Raucherlebens entlasten sie zusätzlich die Rentenkassen, was insbesondere für Frauen gilt, die ja (im Hinblick auf dieses Konzept glücklicherweise) in Deutschland vermehrt dem Glimmstängel fröhnen und dank Biologie viel schneller ob dessen einen Herzkasper erleiden als ihre männlichen Mitraucher.

Folgende Formel müsste ein Ergebnis größer/gleich null haben, damit die Rechnung aufgeht:

[Tabaksteuer + Steuer der Tabakkonzerne + Entlastung der Rentenkassen] –
[Krankenkassensubventionen wegen Krankheitskosten von Aktiv- und Passivrauchern + Subventionskosten zur Suchtförderung] >=! 0

Um mindestens ein Gleichgewicht zu erreichen, sollte man für die ersten zehn bis zwanzig Päckchen Steuerbefreiungsmarken ausgeben, den Tabakkonzernen den Zusatz suchtfördernder Stoffe in ihren Zigaretten verordnen und dann die Tabaksteuer auf, nun, zehn Euro pro Päckchen erhöhen.

Sollte dieser Plan jemals umgesetzt werden, so ist mir das Bundesverdienstkreuz mehr als sicher. Nicht nur das, auch meine Rente wird beträchtlich höher ausfallen, als sie es aus heutiger Sicht täte.

Schöne, blaudunstige neue Welt!

 

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Zählt und kostet nix.