So ein Mist. Drei Jahre lang war ich dem Land, wo die Schatten drohen, entflohen. Doch jetzt ist es wieder so weit: Meine Raketenwissenschaftlerabteilung ist endgültig zusammengezogen, und das nicht in Frankfurt, sondern in Eschborn, weil da so viele von unseren Raketenoberwissenschaftlern herumforschen, und die uns gerne um sich haben.
Das schließt leider mich mit ein.
Eschborn, Heimatstadt meines baldigen Ex-Landesvaters Rolle Koch, Stadt der niedrigen Raketensteuer. Deshalb ist auch mein Labor dort vor Ort. Mit einem Raketenwissenschaftlerturm mit dem Flair und der Anmut eines typischen Siebziger Jahre-Betonklotzes, dessen Intérieur depressionsfördernd wirken kann, mit einer nahezu tageslichtfreien Kantine, die Essen serviert, dass in der Vergangenheit immer wieder an Körperverletzung grenzte und einer Anbindung an die unzuverlässigste S-Bahnlinie, die der Rhein-Main-Verkehrsverbund zu bieten hat.
“…in Barad-Dûr!”
Wenigstens die Raketenwissenschaftlerkollegen sind auch hier prima. Zudem wird es bald ein dauerhaftes Wiedersehen geben, und zwar mit Herrn Schmidt, der sich auch schon sehr freut. Sagt er jedenfalls.
Ich habe ihm heute das Versprechen abgerungen, am ersten Tag bei uns seine besondere Krawatte zu tragen. Das wird ein Spaß!
Gestern hatte ich zusammen mit meiner Raketenwissenschaftlerfreundin und dem Nachtwächter einen wundervollen walisischen Abend mit schottischem Apéritif und Gitarren drin.
Die Stereophonics gaben sich im Schlachthof Wiesbaden die Ehre. Trotz der hochsommerlichen Hitze brachten die mittlerweile vier Jungs in einer schnörkellosen Show unglaublich viel Rock auf die Bühne, und zwar so viel, dass mein rechtes Ohr trotz Stöpsel heute fiept. Sänger Kelly Jones hatte trotz der Saiteninstrumentpräsenz keine Mühe, sich die Reibeisenstimme aus dem nicht sehr hoch gewachsenen, aber umso energiegeladeneren Leib zu singen, und zwar von der Eröffnung mit “The Bartender And The Thief” bis hin zum erweiterten “Vegas Two Times” am Ende der Zugabe.
Kurzum: Die Jungs aus Wales bewiesen dreizehn Jahre nach ihrem ersten Album aufs Neue, dass sie nicht nur im Studio, sondern gerade auf der Bühne eine Riesenmenge Spaß machen. Ganz große Hingeh-, Anhör- und Mitrockempfehlung!
Die besondere Überraschung des Abends waren die “Special Guests” Martin & James. Nicht nur, dass die beiden schottischen Singer/Songwriter in sympathischem Akzent und zum Amüsemang des Publikums ihre Freude über das 4:1 unserer Nationalelf über die Three Lions ausdrückten. Sie lieferten eine Unplugged-Performance ab, die absolut mitreißend und anrührend war und ein Publikum begeisterte, dass eigentlich für elektrische und härtere Töne gekommen war. Vocal Harmony in Kombination mit emotionsgeladenen Texten und Mitsummmelodien wie eine sehr gelungene Kreuzung aus Jack Johnson und Damien Rice. Reinhören und mitträumen!
YouTube ist ‘ne alte Zicke, ich hoffe, das Video funktioniert irgendwann…
Wer kennt Sie eigentlich nicht, die Rillen auf den Fingernägeln? Ich weiß jetzt, woher sie kommen.
Menschen stammen nämlich von Schallplatten ab. Wer das nicht glaubt, ist nicht nur ein Spielverderber, sondern sollte sich vor Augen und Ohren halten, wieviel die Damenschaft zu reden imstande ist. Jawoll.
Ist zwar völlig offtopic, aber egal: Wer findet den Krankenwagen beim kranken Wagen?
Falls jemand wissen mag, wo ich derzeit bin: Bitteschön. Und wer als Erster errät, in welcher deutschen Stadt dieses Foto entstand*, darf sich fünf Worte wünschen, die ich dann verdichte. “Rektale Phase” zählt nicht.
Und wie du wieder riechst…
[edit] Dort, wo das Foto entstand, bin ich derzeit nicht… [/edit]
______________________ *Tipp: Es ist eine Stadt mit Zoo und sie liegt in Neufünfland.
Die Eine oder der Andere mögen sich fragen, warum es seit so langer Zeit keine Laborberichte mehr gegeben hat. Die Antwort ist relativ einfach.
Ich forsche nämlich seit Monaten an etwas, wovon der gute Darth Vader damals in den Siebzigern nur träumen konnte. Heute endlich, nach wirklich arschlanger Entwicklungsarbeit, war es vollbracht!
Ein gekochtes, gepelltes Ei. Nichts besonderes, mag der Laie denken, doch…
Die Fertigstellung dieses meines Meisterstückes bedeutet für mich einen weiteren Schritt in Richtung Herrschaft über das Universum. Sobald das so weit ist, genehmige ich mir erst einmal 370 Tage Urlaub pro Jahr*.
Tadaaa!
…weit gefehlt, es ist eine verdammt noch eins supertödliche, gigantische Raumgefechtsstation im Westentaschenformat!
Ja, ich habe mich inspirieren lassen, aber mein Todes-Gekochtes-Ei hat gegenüber dem Todesstern einige entscheidende Vorteile: Aufgrund seiner handlichen Größe würde der Millenium Falke und jeder X-Wing-Jäger das Ding im Anflug um Lichtjahre verfehlen, die Herstellung selbst ist völlig unauffällig, und im Ernstfall, also zum Beispiel bei der Entdeckung durch die Rebellion oder meinen Chef Don Molitor, ist es gut verdaulich.
Und wer jetzt behauptet, ich hätte das Todes-Gekochte-Ei bereits gegessen und müsse nun noch einmal von vorne anfangen, der ist ein alter Spielverderber.
Jawoll.
_______________________ *Ganz richtig gelesen. 370 Tage. 371 in Schaltjahren. Damit ich immer ein paar mit ins neue Jahr nehmen kann. Man weiß ja nie, was so passiert.