Archiv für die “Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers”-Schublade
Die Eine oder der Andere mögen sich fragen, warum es seit so langer Zeit keine Laborberichte mehr gegeben hat. Die Antwort ist relativ einfach.
Ich forsche nämlich seit Monaten an etwas, wovon der gute Darth Vader damals in den Siebzigern nur träumen konnte. Heute endlich, nach wirklich arschlanger Entwicklungsarbeit, war es vollbracht!

Ein gekochtes, gepelltes Ei. Nichts besonderes, mag der Laie denken, doch…
Die Fertigstellung dieses meines Meisterstückes bedeutet für mich einen weiteren Schritt in Richtung Herrschaft über das Universum. Sobald das so weit ist, genehmige ich mir erst einmal 370 Tage Urlaub pro Jahr*.
Tadaaa!

…weit gefehlt, es ist eine verdammt noch eins supertödliche, gigantische Raumgefechtsstation im Westentaschenformat!
Ja, ich habe mich inspirieren lassen, aber mein Todes-Gekochtes-Ei hat gegenüber dem Todesstern einige entscheidende Vorteile: Aufgrund seiner handlichen Größe würde der Millenium Falke und jeder X-Wing-Jäger das Ding im Anflug um Lichtjahre verfehlen, die Herstellung selbst ist völlig unauffällig, und im Ernstfall, also zum Beispiel bei der Entdeckung durch die Rebellion oder meinen Chef Don Molitor, ist es gut verdaulich.
Und wer jetzt behauptet, ich hätte das Todes-Gekochte-Ei bereits gegessen und müsse nun noch einmal von vorne anfangen, der ist ein alter Spielverderber.
Jawoll.
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*Ganz richtig gelesen. 370 Tage. 371 in Schaltjahren. Damit ich immer ein paar mit ins neue Jahr nehmen kann. Man weiß ja nie, was so passiert.
Tags: Don Molitor, Star Wars, Todes-Gekochtes-Ei, Todesstern, Urlaub
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Nicht dass irgendwer denkt, ich sei nicht wohlbehalten zurückgekehrt.
Ich bin zurück in heimatlichen Gefilden, aber eben auch im Raketenlabor, wo mein Chef Don Molitor sich gerade noch so in den wohlverdienten Urlaub schleppen konnte, mein Chef-Chef Big Al sich über das Missverhältnis zwischen dem Umfang der zur Verfügung gestellten Forschungsinfrastruktur und der Anzahl der anwesenden Raketenwissenschaftler beklagt*, während unsere raketenwissenschaftliche Assistentin Anne-K. sich beim Öffnen von Raketentreibstoffbehältern den Daumen abgeschnitten hatte.
Ich hingegen darf Blaupausen erstellen wie ein Weltmeister, zumal wir im nächsten Jahr viele neue Raketen bauen sollen, aber mit weniger Geld als in diesem Jahr. Da an diesem Planungsprozess viele Ober-Raketenwissenschaftler mit einer eigenen Vorstellung der zu erstellenden Raketen, der Priorisierung und der dazu benötigten Kosten beteiligt sind, und diese Vorstellung meist sehr fest in deren Köpfen verankert ist, bedeutet dies eine Menge Spaß in einer Zeit, in der ich mich selbst erst noch im neuen Raketenlabor zurechtfinden muss.
Dies und diverses andere führen letztendlich dazu, dass ich diesen so wundervoll gestalteten Ort eigentlich dicht machen könnte.
Will ich aber nicht. Darum vertröste ich meine treuen Leser und auch alle anderen auf irgendwann, wenn der Wahnsinn sich ein wenig gelegt hat, mit einem Bild aus entspannten kubanischen Tagen mit einem alten Mann und einem Daiquiri.

Lieber sich auf Kuba aalen als in Frankfurt Folien Blaupausen malen.
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*Offenbar bin ich noch nicht dick genug, um für sechs Raketenwissenschaftler auszureichen.
Tags: Arbeit, Big Al, Don Molitor, Kuba, Urlaub, Zeit
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Nur damit ihr es wisst: Ich lebe noch. Die Landung in der Schweinebucht habe ich ohne Schwierigkeiten nachstellen koennen, nur die Fotos musste ich loeschen. Mist. Die ganze Muehe umsonst.
Diese Zeilen schreibe ich aus dem “Business Center” meines Raketenhotels, wo mich die Stunde ganze 8 CUC (ca. 7 Euronen und ebbes) kostet. Es gibt Internet in Kuba, aber die Leitungen scheinen noch aus Gold zu sein. Spanische Tastaturen sind auch nicht so mein Ding.
Die ganze Angelegenheit hier ist etwas muessig bei angezeigten 100 Mbps und gefuelten 56kbps.
Um es kurz zu fassen, denn gleich ist meine Stunde um: Kuba im Allgemeinen und Havanna im Speziellen sind voller faszinierender Gegensaetze. Die ganzen Eindruecke, die ich hier mitnehme, muesste ich eigentlich in zwei weiteren Wochen Forschungspause verarbeiten, nur glaube ich, dass Don Molitor damit nicht einverstanden sein wird, da er mit Sicherheit die Kiste Trinidad Coloniales-Tabakraketen haben will, die er bei mir bestellt hat.
Also bleibt es bei diesem kleinen Vorgeschmack.
¡Hasta la victoria siempre! Oder so. Besser noch: Mojito o Muerte!

Tags: Auto, Don Molitor, Havanna, Kuba, Schweinebucht, Sommer, Trinidad Coloniales, Urlaub
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Erkenntnis 1: Meine Güte, wie schnell vergeht die Zeit!
Erkenntnis 2: Meine Güte, am Samstag muss ich schon lesen.
Erkenntnis 3: Einiges von dem lyrischen Zeugs, dass ich am Samstag verlesen will, ist ein metrischer Alptraum und muss bis dahin dringend überarbeitet werden.
Erkenntnis 4: Ich muss unbedingt noch ein Intro schreiben.
Erkenntnis 5: Wenn man im Halbschlaf den Eindruck hat, man liege in der Form einer stilisierten Schlange aus Gold in seinem Bett und das Gehirn wirft einem den Begriff “Ormeisen” ohne weitere Erklärung hin, weiß man, dass man Fieber hat.
Erkenntnis 6: Wenn man das Raketenlabor gewechselt hat (schon wieder), und dort in elektronischer Post gefragt wird, ob “die Kopierten helfen können”, weiß man, dass alles anders wird.
Tags: Fieber, Hanau, Intro, Lampenfieber, Ormeisen
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Irgendwann musste es ja so kommen. Mein Chef Don Molitor hat gegen die internen Strahlenschutzvorschriften verstoßen und muss seit ein paar Wochen woanders forschen. Naja, eigentlich hat er es provoziert, indem er fünf Nuklearbananen hintereinander aß. Das konnte ja nicht gut gehen.
Deswegen habe ich jetzt keinen Chef mehr und soll meine Raketenforschungsberichte künftig an ein Telefon liefern. Das jedenfalls sagt meine Raktenwissenschaftlerpersonalintranetseite, und die muss es wissen.

Ob diese Information korrekt ist, ist schwer zu sagen. Alle Telefone hier sehen gleich aus. Ich habe schon mehreren Apparaten meine Berichte angeboten, aber die meisten haben einfach geschwiegen. Bis auf einen, der hat geläutet. War aber verwählt.
Dass ich dieses Problem mit Hilfe eines Raketenwissenschaftlerkollegen werde lösen können, bezweifle ich kaum, denn Raketenwissenschaftler sind stets hilfreich und Ihren Aussagen immer kurz und knackig. Das hat mir erst gestern wieder ein elektronischer Briefwechsel bewiesen.
Anfrage von Raketenwissenschaftler A:
“Hallo Herr B,
leider funktioniert mein Raketenforschungssystem-XY2000-Login nicht - können Sie mir weiterhelfen?
[Es folgt ein Screenshot des besagten Problems.]
Mit freundlichen Grüßen,
Raketenwissenschaftler A”
Antwort von Raketenwissenschaftler B:
“nein
Mit freundlichen Grüßen / Kind regards
Raketenwissenschaftler B”
Potzblitz sage ich, hier wird nicht um den heißen Raketenbrei herumgeredet!
Und wer jetzt behauptet, Don Molitor hätte einfach nur so gewechselt und würde gar nicht strahlen wie Hiroshima im August ‘45, und die Antwort von Raketenwissenschaftler B sei zwar kurz, aber nicht sehr hilfreich, der ist ein alter Spielverderber.
Jawoll.
Tags: Don Molitor, Gefahren, Telefon
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