Do as I say, don’t do as I do
Erdacht von: Scheibster in Scheibster schwafelt, Scheibsters SchnappschüsseErkenntnis der Woche:
Jeder ist seines Glückes Schmied - und seiner Hölle Architekt.
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06
2009
Do as I say, don’t do as I doErdacht von: Scheibster in Scheibster schwafelt, Scheibsters SchnappschüsseErkenntnis der Woche: Jeder ist seines Glückes Schmied - und seiner Hölle Architekt.
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05
2009
Wie damals in GomorrhaErdacht von: Scheibster in Scheibster schwafelt, Scheibsters Schnappschüsse, UnpolitischIch beabsichtige nicht, hier als Möchtegern-Dan Brown verschrieen zu werden, schon gar nicht, weil ich den größten Teil meiner schulischen Laufbahn in einem Institut verbrachte, das vom Bistum Mainz gesponsert wird. Aber es gibt Dinge, die in der Bibel stehen, die, nun, wenigstens nicht ganz vollständig sind. So wie die Sache mit Sodom und Gomorrha. Abgesehen von dem Umstand, dass ich glaube, dass die beiden Städte damals entweder durch wirklich blöde Unfälle niederbrannten, oder aber fanatische Spaßbremsen dem kunterbunten Treiben ein drastisches Ende bereiten wollten, ist vom guten alten Lot die Rede, und von seiner Frau, die der beider Racheengel Warnung zum Trotz nach hinten schaute und darob zur Salzsäule erstarrte. Was dann aus ihr geworden ist, steht nicht mehr in der Heiligen Schrift. Man könnte mutmaßen, dass Lot mit ein wenig Geschäftsinn die Gute mitnahm und später in Einzelteilen als Salzlecksteine für Hasen und Meerschweinchen verkaufte. Ob das so war, wissen wir nicht, denn darüber wird der Mantel des Schweigens ausgebreitet. Ganz und gar unerwähnt bleibt hingegen Bernd, der Schwager Lots, der es (wahrscheinlich nach einem “Ach, guck mal!”) seiner Schwester gleichtat und sich umdrehte, daraufhin aber nicht zur Salz-, sondern zur Betonsäule erstarrte, was immerhin für etwas Kreativität seitens der Racheengel spricht. Heute steht Bernd Beton, wie man ihn seitdem nannte, nachdem er von Lot ebenfalls vertickt wurde, vor der Haustür meines lieben Freundes Leif und passt auf die Papiermülltonnen auf. Und hat dabei immer noch die gleiche Frisur wie damals in Gomorrha.
Im Tabellenkeller ist’s sehr dunkel, Den Enttäuschten bleibt als Trost alleine, Doch bei allem bösen Klagen,
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05
2009
Meine Hand und JamesErdacht von: Scheibster in My First Love, Scheibsters SchnappschüsseWieder einmal habe ich Erkenntnisse gewonnen. Zum einen, dass ich noch nicht zu alt bin, um bei den Jungs von Metallica im Innenraum und in Bühnennähe zu stehen, springen und lauthals singen, zum anderen, dass ich definitiv zu alt bin, so etwas zwei Abende hintereinander zu vollbringen. Was mich dabei ungemein beruhigt, ist der Umstand, dass ich das von vorneherein nicht geplant hatte. Nichtsdestowenigertrotz war es für mich nach sechzehneinhalb Jahren mehr als an der (einen) Zeit, die kommerziell erfolgreichsten Schwermetaller aller Zeiten noch einmal in Fleisch und Blut und mit Feuerwerk zu sehen.
Die 360°-Bühne verhinderte offenbar die Bildung einer großen Moshpit*, aber es gab eine, und ich war mehr zufällig als freiwillig Teil ihrer Grenze. Das kann man sich wie den Job der Bande bei einem Eishockeyspiel vorstellen, wenn man von dem Temperaturunterschied absieht. Zum Amüsemang beiträglich war, dass die Mosher nur in Intervallen moshten, und so immer wieder ahnungslose Getränkebesitzer in ihre Mitte vorstießen, nur um beim nächsten Moshintervall mehr zufällig als freiwillig die Getränke zur Kühlung der Derwische und ihrer Umstehenden einzusetzen. So verbrachte ich denn zwei Stunden mit Naturgewalten, und es ist nicht untertrieben, wenn ich sage, dass Metallica auch nach 28 Jahren Bandgeschichte ihre Zuhörer noch immer zu Brei rocken können. Es gibt sogar ein Beweisfoto, dass mich und James Hetfield zeigt. Nun ja, sagen wir, meine Hand und James. Aber immerhin: Nicht viele können das von ihren Händen behaupten!
______________________ “Hey, schöner Mann, wie heißt du?” hauchte Pussycat Molly mit dazugehörigem Schmollmund und laszivem Blick von hinter der Theke. “Elephant Jack, Ma’am”, sagte Elephant Jack von vor der Theke und zwinkerte Pussycat Molly verschwörerisch zu. “Hast du denn auch ein Gemächt wie ein Elefant?” fragte Pussycat Molly mit gespielt kindlicher Neugier. Eigentlich hieß Elephant Jack Elephant Jack, weil er das Gedächtnis eines Elefanten hatte. Aber er erinnerte sich noch an die Worte seines alten Freundes Jingle Joey, wonach Pussycat Molly nie gut in Biologie gewesen war und deswegen wahrscheinlich gar nicht genau über die Ausstattung eines Elefanten Bescheid wissen konnte. “Wie ein Elefant. Wollen Sie es sehen, Ma’am?” bot Elephant Jack an und verschwand kurz darauf mit der Bardame auf der Herrentoilette, um dort unter anderem perfekt das Geräusch eines brünftigen afrikanischen Elefantenbullen zu imitieren. Tags: Elefant, Gedächtnis, Gemächt, Herrentoilette |