Fryhsommer

Fryhsommer

Frau Cara vom Grundwortamt hat die Frühlingslyrikschreiberei offiziell eröffnet. Bitte folgen Sie unauffällig.

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Der Frühling naht mit großen Schritten,
und ist dabei so schnell (als ob er flöge),
dass für den Sommer man ihn halten möge,
jedenfalls so schnell, als wäre er beritten.

Dabei stellt sich gleich die Frage,
wie schnell denn der Frühling sei,
wenn er denn zu Fuße käme (nicht erst im Julei),
und ob Reiten ihm behage.

Und überhaupt ist zu beweisen,
dass der Frühling Reiten kann,
und nicht (wie der gemeine Mann)
vielleicht muss mit der Bahn anreisen.

Doch wenn er mit dem Auto führe,
und das mit ordentlich Elan,
und man ihn blitzte (vermutlich auf der Autobahn),
ständ’ dann der Sommer vor der Türe?

“‘Tschuldigung, ich bin der Sommer,
(nicht der von der Telekom),
der Frühling, der kann grad’ nicht komm’,
der ist bei der Polizei und gibt seinen Führerschein ab.”*

Der Frühling kann kein Auto fahren,
würde ich dem Sommer sagen,
nicht einmal an schönen Tagen,
erzähl’ mir keine Geschichten (und wenn, dann nur die wahren).

Rot würde Sommer im Gesicht,
wenn ich nach der Wahrheit fragte,
bis der Sommer es gestände (also sagte):
Sein Pferd finde der Frühling nicht!

Somit wäre dann geklärt,
dass der Fühling Reiten kann,
und hin und wieder (dann und wann)
auf Reise geht auch ohne Pferd.

Zudem erklären diese Zeilen,
wie es zu Jahreszeiten kommt,
und bevor das Ende naht (ganz prompt):
Der Frühling sammelt gerne Meilen.

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*Der Sommer konnte noch nie gut dichten. Außerdem weiß er auch gar nicht, dass er gerade in diesem Gedicht auftritt.

9 thoughts on “Fryhsommer

  1. So schön hat keiner je gepfoffen!
    Hätt’ ich kein Pphäd – ich käm geloffen!

    Wußten Sie, schillerndster Scheibster, daß auch James Krüss Raketenwissenschaftler werden wollte?
    Hat man ihm dann aber leider ausgeredet. Oder Gottlob.

    Falls Sie Fragen haben, tun Sie’s ruhig.
    Dr. Sommer sagt: BRAVO!

  2. Der Herr Krüss, werte Frau Cara, hatte ja offenbar nach der Luftwaffel genug vom Fliegen. Gut so, sonst hätte der deutsche Volksschauspieler Horst Frank eine Paraderolle weniger gehabt.

    Wollen Sie mir nicht ihr Lachen verkaufen?

  3. Angesichts des Sommers, werter Herr Scheibster, sind schon ganz andere rot geworden. Hummerrot.

    Gibt’s bei diesem Wetter heute bei Ihnen auch Fisch?

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  4. Tollooo. Wobei der nahende Sommer mich zur Verzweiflung bringt. Aber jetzt naht ja erst mal der FRühling mit großen schritten.^^

  5. @Erdge Schoss: Ich hoffe, bester Herr Schoss, Sie haben sich nicht selbst in Wien die polierte Platte gebrutzelt. Und ob die Kantine meines Raketenlabors heute genießbaren Fisch kredenzt, bleibt abzuwarten.

    @Marco: Was ist denn so schlimm am Sommer, wenn er nicht gerade in der Bravo oder bei Frau Cara Ratschläge erteilt?

  6. Was machen Sie denn für diabolische Offerten, Herr Scheibster?
    Ich verkauf gar nix.
    Ich verschenke höchstens!

    Aber voraussichtlich erst im Herbst wieder. Keinesfalls vor der EM.

  7. Dann, werte Frau Cara, schenken Sie mir ein Lächeln im Herbst, quasi als Anzahlung.

  8. hehe. schön. 🙂
    das schreit nach einem frühlings-gedichte-contest.
    und da bin ich dabei. jawoll.

  9. Besten Dank! Ein Contest? Eher eine lyrische Massenhysterie.

    “Der Mai ist gekommen,
    die Dichter schlagen aus,
    was der Winter hat genommen,
    kommt als Reim jetzt vorne raus.”

    Oder so.

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