Beiträge zu “Elefant”

Es reiste einst ein Elefant
im Zug nach Polen – kurzerhand.
Er verschlang dort (kurz vor Danzig)
eine Erdnuss. (Sie war ranzig.)

Darauf machte viel Unbehagen
sich breit im Elefantenmagen,
ja, schlug sich durch bis ganz zum Ende –
Im Zug zitterten alle Wände!

Der Dickhäuter war gar nicht heiter
und suchte nach dem Zugbegleiter.
Es fand der Elefant Gehör
für sein – nun, Erdnuss-Ranz-Malheur.

“Hast du schlimm Elefantenarsch-Au*,
dann musst du fahr’n im Zug nach Warschau!”
Es wär’ dort in der Innenstadt
ein Arzt, der’s mit dem Inn’ren hatt’.

Dort wär ‘ne Praxis – ungelogen –
von Elefantenproktologen.
Der Reiseriese fuhr also
nach Warschau und ging dort aufs Klo.

Doch blieb ihm noch der Magenkrampf
von dem verdorb’nen Erdnussmampf,
worauf er zu dem Arzt sich wagte
und sein Dickhäuterleid klagte.

Der Mediziner machte Dumbo
‘ne Darmspülung Marke “Jumbo”
und legte dann noch auf den Tisch
‘ne Tüte Erdnüsse – ganz frisch.

So reiste dann – nun wieder heiter –
der Elefant durch Polen weiter.
So halt’ auch du nicht deinen Rüssel
mit Gier in jede Erdnussschüssel!

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*Bitte betonen Sie hier den “-arsch”, weil es zum einen die Metrik rettet und zum anderen der polnische Zugbegleiter nicht so gut Deutsch spricht, als dass er wüsste, dass er elefantöse Hinterteile in solch profaner Verbalisierung besser nicht in die Hand und schon gar nicht in den Mund nähme.

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“Hey, schöner Mann, wie heißt du?” hauchte Pussycat Molly mit dazugehörigem Schmollmund und laszivem Blick von hinter der Theke.

“Elephant Jack, Ma’am”, sagte Elephant Jack von vor der Theke und zwinkerte Pussycat Molly verschwörerisch zu.

“Hast du denn auch ein Gemächt wie ein Elefant?” fragte Pussycat Molly mit gespielt kindlicher Neugier.

Eigentlich hieß Elephant Jack Elephant Jack, weil er das Gedächtnis eines Elefanten hatte. Aber er erinnerte sich noch an die Worte seines alten Freundes Jingle Joey, wonach Pussycat Molly nie gut in Biologie gewesen war und deswegen wahrscheinlich gar nicht genau über die Ausstattung eines Elefanten Bescheid wissen konnte.

“Wie ein Elefant. Wollen Sie es sehen, Ma’am?” bot Elephant Jack an und verschwand kurz darauf mit der Bardame auf der Herrentoilette, um dort unter anderem perfekt das Geräusch eines brünftigen afrikanischen Elefantenbullen zu imitieren.

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Da sucht doch glatt jemand einen gezeichneten Elefanten und kommt auf mich. Vermutlich deswegen. Ist aber irreführend, denn bisher gab es hier gar keinen gezeichneten Elefanten.

Bisher. Jetzt schon. Gerngeschehen.

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Gerade, als ich die ziemlich attraktive junge Dame an der Bar auf ein alkoholhaltiges Getränk einladen wollte, trat Alfonso, der dicke Koch, aus der Küche und hinter die Theke. Alfonso, der dicke Koch, stahl damit nicht nur mir die Aufmerksamkeit der ziemlich attraktiven jungen Dame, sondern auch allen anderen Anwesenden mit seinen überfunktionalen Schweißdrüsen die Luft zum Atmen.*

Mit androstenongeschwängerter Stimme hauchte die ziemlich attraktive junge Dame ein “Tanze für mich, dicker Koch!” in sein ziemlich behaartes Ohr. Alfonso, der dicke Koch, warf nach einer gefühlten Äone Blick und Arme in den von der Raumdecke verborgenen Nachthimmel und tänzelte wie ein junger Gott von hinter der Theke in die Küche, und von der Küche mit einem hölzernen Kochlöffel zwischen den Zähnen vor die Theke, um die ziemlich attraktive junge Dame in seinem vielfach erprobten Tangowürgegriff dahinschmelzen zu lassen.

Noch während Alfonso, der dicke Koch und die ziemlich attraktive junge Dame Arm in Arm in einen ziemlich verschwitzten Feierabend entschwebten, rief ich den beiden ein “Pah, Tangowürgegriff!” hinterher. Dass ich einen Elefanten noch viel besser zeichnen konnte als Alfonso, der dicke Koch, behielt ich für mich.

“Zeichnest du einen Elefanten für mich?” fragte Harry, der Barmann und zwinkerte mir zu.

“Na gut”, sagte ich und zeichnete ihm den zweitbesten Elefanten, der jemals von Menschenhand gezeichnet wurde, auf eine nur halb durchweichte Serviette.

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*Nun, wenigstens den angenehmen Teil der Luft.

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Zählt und kostet nix.