Horst und das Reh

Horst und das Reh

Heute überkam mich ein guter Gedanke, wie ich meinen Weg an diesen Ort hier zurückfinden kann. Wenn mir einfach nichts einfallen mag, was ich schreiben* kann, so werde ich schlicht ein wenig dichten.

Dichten geht einfach immer.

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An der Ecke steht ein Reh
und Horst sitzt auf dem Canapée.
Horst sitzt da und schaut TV
und trägt die Kleider seiner Frau.

Mit Horsts Frau, da ist es aus,
denn sie schläft mit Nachbar Klaus.
Horsts Frau nahm Hund und BMW,
und Horst behielt das Canapée.

Und die Kleider, das ist wichtig,
dies findet Horst auch so ganz richtig.
Horst schminkt sich gern die Augenlider,
seine Frau, die war ihm eh’ zuwider.

Sie konnte nicht mal richtig kochen,
und hat auch ziemlich streng gerochen.
So sitzt Horst auf dem Canapée
und zappt zurück zur ARD.

Um den Hals die Hundeleine
rasiert sich Horst auch gern die Beine,
lieber als die von seiner Frau,
oder von Klaus, der alten Sau.

Sein Canapée ist sehr bequem,
das ist für Horst sehr angenehm.
Doch das Reh weiß nichts von Horst
und geht zurück in seinen Forst.

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*Das Lesen meiner Blogroll ist ein anderes Problem, da ich mir Zeit und Muße dafür eben nicht aus den Rippen schneiden kann wie der Herr dem Adam einst die Eva.

[edit] Oh, und ganz nebenbei: Am heutigen Tage sind es genau zwei Jahre, die ich meine Schreibblockaden öffentlich zugänglich mache. Darauf einen Dujardin! [/edit]

14 thoughts on “Horst und das Reh

  1. Prost!!!
    Und ich kann Horst verstehen.. bis auf die rasierten Beine, die Hundeleine, die geschminkten Augenlider, die ARD usw….

  2. Geniales Gedicht. Solltest du echt öfter machen. Und sehr schade, dass du zu wenig Zeit hast, um die Blogs der anderen Blogger zu lesen. Das wird schon. 😉

  3. Besten Dank! Und ich finde das auch sehr schade, dass ich so wenig lese. Nun, ich werde mich bemühen.

  4. Tja, was sich das Reh wohl so gedacht hätte, hätte es den Horst auf seinem Canapée gesehen, samt Hundeleine?
    Wobei sich mir die Frage aufdrängt, wie die Frau den Hund ohne Hundeleine ausführt?
    Und was für ein Hund das wohl gewesen sein mag…?

  5. Durch das Fenster späht das Reh,
    sieht Horst auf seinem Canapée,
    denkt: Was ist das bloß für ein Mann?
    Wie gut, dass ich nicht denken kann!”

  6. …und die Leine hat Horst heimlich unterschlagen und lacht sich darob regelmäßig ins Fäustchen. Was den Hund betrifft: Vier Beine, viel Fell. Bellt. Und so. Lassen Sie Ihrer Fantasie nur freien Lauf, Frau Meise.

  7. Klasse, Baby. Was habe ich gelacht. Unheimlich witzig und … tolle Rahmenhandlung 😉
    Sehr gerne gelesen und gleich nochmal *gg*

  8. Vier Beine. Viel Fell. Bellt. Und so.
    Na sowas, Herr Scheibster! SO ein Hund ist es also! Sie überraschen mich doch immer wieder! 😉
    Aber danke für den Extra-Vers! 🙂

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