Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftler, Teil XXIX

Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftler, Teil XXIX

Es ist tatsächlich wahr! Nach einer langen Zeit der Trennung ist mein alter Raketenwissenschaftlerkollege, der Herr Schmidt, zurück in meinem Raketenlabor. Der ein oder andere wird sich fragen, was er nach den Experimenten mit Magie und Raketenwissenschaftlerhalsschmuck so getrieben hat. Ich weiß es, und ich werde das Wissen selbstverständlich mit seiner Fangemeinde* teilen.

Der Herr Schmidt ist nämlich unter die Künstler gegangen. Man muss allerdings sagen, dass er besser an Raketen forschen kann, und deshalb kein einziges seiner Werke verkaufen konnte, was ich persönlich gar nicht verstehen kann. Um unser Raketenlabor, das sonst auch alles kauft, was ein aufstrebender Künstler dahingerotzt kreiert hat, davon zu überzeugen, auch seine Bilder abzunehmen, hat der Herr Schmidt sich in seiner Verzweiflung ein großes Künstlervorbild und ein Ohr genommen, und zwar mit seinem Apfelmesser.

Dass das irgendwie eine blöde Idee war, hat der Herr Schmidt alsbald an den Schmerzen und dem vielen Blut gemerkt, und nicht zuletzt an dem Umstand, dass er seine Brille nun gar nicht mehr ordentlich aufziehen konnte.

Also hat er kurzerhand sein selbstverständlich sauber abgetrenntes Raketenwissenschaftlerkünstlerhörorgan wieder angeklebt und forscht jetzt wieder mit mir.


Bringt die größten persönlichen Opfer für die Kunst: Der Herr Schmidt.

Respekt, Herr Schmidt, und willkommen zurück!

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* Ja, liebste Frau von K., damit sind genau Sie gemeint!

14 thoughts on “Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftler, Teil XXIX

  1. Ach, geben Sie es doch zu, Herr Scheibster, Sie haben dem werten Herrn Schmidt einen auf’s Ohr gegeben und ihn handgreiflich gezwungen, zu Ihnen zurückzukehren! Deshalb guckt er auch so ängstlich in die Kamera und betet (gefaltete Hände! HA!) heimlich darum, dass Sie ihm nicht auch noch das andere Ohr lädieren!

  2. Hat der werte Herr Schmidt zurückgeschlagen oder warum sind Sie wieder in der Versenkung verschwunden?
    Ach nee, Sie forschen bestimmt nur ununterbrochen…

  3. @Meise: Liebe Frau Meise, ich bin versenkt, ich gebe es zu, allerdings noch nicht wie die Bismarck in der Nordsee, sondern in Eschcatraz in der Raketenforschung. Hochsaison, da bleibt für anderes wenig Zeit, so schade das ist.

    @weltdeswissens: Ich finde Mike Tyson seit “Hangover” zwar irgendwie spaßig, trotzdem kaue ich lieber auf Filetsteaks als an Raketenwissenschaftlerohren, liebe Frau WeltdesWissens! Die Krawatte habe ich schon angemahnt, aber der Herr Schmidt will sie nur anziehen, wenn auch Don Molitor im Labor ist, und das ist er derzeit nicht.

  4. Wie steht’s eigentlich mit der gelebten Blogdemokratie?
    Der Herr Schmidt wäre doch bestimmt traurig, dass sich gar niemand dafür eintragen kann, dass er… *räusper* bzw. sie ein Kind von ihm will. Oder zwei…

  5. @weltdeswissens: Liebe Frau WeltdesWissens, Don Molitor hat den Umzug recht gut überstanden, auch wenn er die Rettungskapsel statt dem Umzugslastwagen benutzt hat.

    @Meise: Liebe Frau Meise, Sie haben Recht, und ich offenbar Probleme mit der Technik! Sacrebleu!

  6. Ich teile Frau Meises Besorgnis. Aber wenn Sie schon dabei sind, das zu reparieren: Ich hätte gern die Option: Ich möchte ein Kind von Herrn Schmidt und ein Kind von Herrn Scheibster!

  7. Hm-hm-hm.
    Mir sind keine Kinder von Herrn Schmidt vergönnt* – bei mir funktioniert die gelebte Blogdemokratie noch immer nicht…

    *[ist Herr Schmidt vielleicht auch froh drum – gucken Sie mal nach, ob er nicht die Hände im Spiel hat, dass diese Umfrage nicht funktionieren will – obwohl, für zweie muss er ja jetzt schon sorgen ;)]

  8. @Meise: Ja, die Technik hat noch ein paar Mal die Oberhand gehabt, aber jetzt sind die Kinderwünsche erlaubt, liebe Frau Meise!

    @Großer Agent: Liebe Frau 007, auf meiner Insel ist immer Sommerzeit.

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