Im Eimer

Im Eimer

Würd’ alles Wasser dieser Welt –
ja, Pfützen, Teiche, Fluss im Fließen,
aus Seen, Meeren, Kleinem Belt
ich in ‘nen großen Eimer gießen
(ganz in der Hoffnung, dass er hält) –

Kein Tropfen wär’ um kein Atoll,
am Meeresgrund nur staub’ge Brocken,
wo eben noch das Leben quoll –
jedwedes Flussbett grau und trocken –

Mann, wäre dieser Eimer voll!*

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*Die unerreichte und wundervoll geschrieben- als auch vorgetragene Vorlage hierzu ist natürlich des unerreichten und wundervollen Heinz Erhardts “Der Berg“. Aber das haben Sie sicher schon längst erkannt**. Einen ganz großen Dank an dieser Stelle und den Meister für die Bereicherung meines Lebens mit seinem Schaffen!

**Gell, Frau WdW?

6 thoughts on “Im Eimer

  1. Meine zweite Fußnote. Ach, wie ich mich freu, wie ich mich freu *!

    Neben meinen Komplimenten für Ihr unerschöpfliches Reimtalent muss ich Ihnen leider gestehen, dass ich so versiert mit dem Oeuvre des Heinz E. dann doch nicht bin. In meinem Hirn schwappen etliche Bruchstücke reimerischen Schaffens diverser Autoren herum, die ich nicht einmal allen korrekt zuordnen könnte.

    Egal: Dufte, formidable, knorke, Herr Scheibster!

    * Haben Sie’s erkannt, werter Scheibster?

  2. Liebe Frau WdW, gerne und danke und überhaupt!

    Es ist gerade spät und ich gestehe, dass ich es nicht erkannt habe. Mir schwirrt nur “eine Kuh, eine Kuh” durch den Kopf. Ich fürchte aber, das ist nicht Ihres Rätsels Lösung.

    Bleibense mir trotzdem jewogen!

  3. So leicht entwiege ich nicht, keine Sorge 😉

    Das entstammt einem Couplet von Friedrich Hollaender. Gibts in einer Version von Willy Fritsch oder wahlweise Max Raabe, je nach Belieben.

  4. @weltdeswissens: Hollaender, so, so! Da habe ich einen großen Verehrer und Interpreteur von in meiner Raketenwissenschaftlerverwandschaft.

    @Meise: Dankeschön, liebe Frau Meise.

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